Gelesen: Die Geschichte der getrennten Wege – Elena Ferrante

Gleich nach Abschluss des zweiten Bandes Die Geschichte eines neuen Namens bin ich in die nächste Buchhandlung um mir den folgenden Band zu holen. Trotz des eher ruhigen Starts hatte der zweite Teil zum Ende hin richtig Fahrt aufgenommen und ich musste wissen, wie es weiterging.
Nachdem dann auch noch die Buchhändlerin versprach, dass der dritte Teil den zweiten noch um Längen schlagen würde, konnte ich es kaum erwarten, wieder in die Geschichte um Lenù und Lila einzutauchen.
Die Rezension von „Die Geschichte der getrennten Wege“ hat jetzt leider doch etwas auf sich warten lassen, aber manchmal spielt das Leben halt so.

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Handlung
Wie schon der Name vermuten lässt, gehen Lenù und Lila inzwischen getrennte Wege. Lenù, zuvor als erfolgreiche Schriftstellerin gefeiert, verbringt ihre Tage nun als Hausfrau und Mutter. Gelangweilt von ihrem Alltag und frustriert von dem mangelnden Interesse an ihrer Person, bemüht sie sich weiterhin um Anerkennung. Dabei versinkt sie immer mehr in einer melancholischen und teilweise depressiven Stimmung.
Lila hat sich von ihrem Mann Stefano, sowie ihrem Liebhaber Nino getrennt und lebt nun mit ihrem Sohn bei Enzo. Dieser ist ein alter Jugendfreund der Mädchen und schon seit Schultagen in Lila verliebt. Zusammen meistern sie ihren Alltag eher schlecht als recht, gehen Knochenjobs nach und lernen bis spät in die Nacht gemeinsam für Enzos Studium. Doch trotz der Nähe zwischen den beiden, bleibt ihre Beziehung rein platonisch.
Die beiden Freundinnen halten lose Kontakt und telefonieren unregelmäßig.
Im Laufe der Geschichte wird Lila in die politischen Wirren der damaligen Zeit hineingezogen, schafft es es jedoch, sich schlussendlich ein neues Leben mit einer erfolgreichen Karriere aufzubauen. Lenù hingegen scheitert an weiteren Versuchen, einen Roman zu verfassen und langweilt sich in ihrer Ehe, bis plötzlich eine alte Liebe wieder in ihr Leben tritt.

Thematik
Der Grund, dass mich dieser Roman so mitgerissen hat, liegt an den gesellschaftspolitischen Aspekten, die den Roman thematisch beherrschen. Italien wird von blutigen Unruhen erschüttert. Faschisten und Kommunisten liefern sich einen heftigen Kampf, es kommt zu Studentenrevolten und die Rufe nach Reformen werden immer lauter. Auch die Frauenbewegung nimmt an Fahrt auf und vor allem Lenù beschäftigt sich intensiv mit dem herrschenden Frauenbild und ihrer eigenen Rolle in der Gesellschaft.
In Zwischentönen werden auch immer wieder die Machenschaften der Camorra thematisiert, zu welchen ich mir gerne noch mehr Details gewünscht hätte.

Fazit
Mich konnte dieser Roman vollends überzeugen, auch wenn ich schon andere Stimmen gehört habe, die den Erzählfluss langatmig und wenig anregend fanden. Dem kann ich ganz und gar nicht zustimmen. Für mich liegt Ferrantes Talent gerade darin, mit ihrer Sprache auch Alltagsgeschehnisse anschaulich und mitreißend zu schildern.
Zwar finde auch ich die Freundschaft der zwei Protagonistinnen teilweise schwer nachvollziehbar, aber unrealistisch ist diese Beziehung damit nicht. Ich habe tatsächlich schon öfter Menschen getroffen, die in für mich ungesunden Beziehungen steckten. Die sich gerade aufgrund der vermeintlichen Unterlegenheit, zu einer anderen Person hingezogen fühlten. Sowohl platonisch als auch romantisch. Und gerade Lenù hat mit Lila eine Freundin, die viele Kindheits- und Jugenderinnerungen mit ihr teilt, welche ihr aktuelles Umfeld nur teilweise bis gar nicht nachempfinden kann. Diese Verbundenheit sollte in einer Freundschaft nicht unterschätzt werden.
Der Roman hat für mich einige Spannungsbögen, die sich teilweise bis zum Ende durchziehen. Dies lässt auf ein fulminantes Finale im vierten und letzten Teil hoffen, der leider erst im Februar nächsten Jahres erscheinen soll.

Informationen zum Buch: Gebundene Ausgabe: 540 Seiten || Verlag: Suhrkamp Verlag (28. August 2017) || ISBN: 978-3-518-42575-6 || Preis: 24,00 €

HH: Der Seelenbrecher | Kellertheater Hamburg

Im Kellertheater Hamburg wurde heute „Der Seelenbrecher“ von Sebastian Fitzek aufgeführt. Ich konnte mir schwer vorstellen, wie man einen Fitzek Roman auf die Theaterbühne bringt, aber entgehen lassen wollte ich mir das Erlebnis auf keinen Fall.
Und Erlebnis ist hier das richtige Wort, denn dem Zuschauer wird schon vor Beginn der Vorstellung klar gemacht, dass er sich hier nicht im Kellertheater sondern in der Berliner Teufelsbergklinik befindet. Man ist Teil eines Experiments und wer den Roman gelesen hat, weiß worauf das hinausläuft. Alle anderen kann ich aber beruhigen, kein Zuschauer musste auf die Bühne und es wurde auch keine aktive Teilnahme oder Beteiligung verlangt. Aber das Gefühl war trotzdem ein anderes, als hätte man einfach nur vor der Bühne Platz genommen.

Kurz der Inhalt:
Es beginnt recht friedlich… und endet als Albtraum. Caspar, der ohne Gedächtnis und halb erfroren vor einer Berliner Psychoklinik gefunden wird, versucht verzweifelt Erinnerungsfetzen zusammen zu setzen. Dr. Sophia Dorn, eine attraktive, sehr selbstbewusste Klinikärztin und ihr Chef Prof. Raßfeld sowie die schon etwas betagte, aber pfiffige Patientin Greta Kaminski helfen ihm dabei. Durch die Medien erfahren sie von einem Psychopathen, der drei junge Frauen entführt, seelisch zerstört hat und von der Polizei als „Seelenbrecher“ gesucht wird. Die vermeintliche Ruhe in der Klinik wird plötzlich gestört.

Ein Rettungswagen verunglückt vor der Einfahrt und bringt zwei neue „Gäste“ ins Haus: Tom, den etwas schrägen Rettungssanitäter, und seinen offenbar durchgeknallten Patienten, der sich im Auto ein Messer in den Hals gerammt hat. Von diesem Augenblick an überschlagen sich die erschreckenden Ereignisse in der Klinik, die durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten ist. Der „Seelenbrecher“ geht um. Verzweifelt versuchen Patienten und Klinikpersonal zu überleben, was nicht allen gelingt. Menschliche Abgründe und Charakterstärke tun sich auf. Misstrauen, Rache und Verzweiflung, aber auch Mut und Überlebenswillen.

Mit Hilfe von Visionen und Aktionen lässt Regisseurin Katrin Kuhn einen Klinik-Albtraum entstehen. Und ganz nebenbei lernen die Zuschauer noch einiges über Hypnose und Todesschlaf (Quelle).

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Die Spieldauer betrug knapp zwei Stunden, mit einer 20 Minütigen Pause, die ich aber nichtmal gebraucht hätte, weil das Stück so mitreißend war.
Ich muss dazu sagen, dass ich den Roman vorher nicht gelesen hatte und somit auch den Plot nicht kannte. Und wie bei jedem guten Fitzek war die Identität des Täters bis zum Ende nicht klar.
Die schauspielerische Leistung war insgesamt gut, nur einige Darsteller spielten für meinen Geschmack etwas übertrieben. Dafür konnten mich andere so überzeugen, dass man ihnen noch ewig hätte zusehen können.
Das Stück war spannend und die Effekte sorgten einige Male für ein erschrockenes Zucken im Zuschauerraum. Es gab immer wieder Szenen, in denen man sich vor Aufregung und Spannung in die Sessellehnen krallte.
Ich wurde sehr gut unterhalten und kann jedem Psychothriller Liebhaber, der in Hamburg wohnt oder verweilt, dieses Stück empfehlen. Eine weitere Aufführung findet am 19. November 2017 statt.

Alle weiteren Informationen findet ihr auf der Website des Kellertheater Hamburg.

Buchneuerscheinungen – Oktober 2017

Der Oktober ist zwar schon in vollem Gange, aber die letzten Wochen gab es leider keine freie Minute, in der ich mich mit den Neuerscheinungen im Oktober beschäftigen konnte. Deshalb nun etwas verspätet meine Auswahl.

1. Gaël Faye – Kleines Land

„»Ich wollte eine vergessene Welt heraufbeschwören, von unseren glücklichen Tagen erzählen, bevor wir uns als ein Haufen Versprengter in allen Teilen der Welt wiederfanden.« Gaël Faye

Als Kind pflückte Gabriel in Burundi mit seinen Freunden Mangos von den Bäumen. Heute lebt er in einem Vorort von Paris. Dorthin floh er, als der Bürgerkrieg das Paradies seiner Kindheit zerstörte. Doch die Gedanken an das verlorene Glück verfolgen ihn: Er muss noch einmal zurück. – »Kleines Land« ist ein überwältigender Roman, voller Schrecken und Glückseligkeit – ein Stück französischer Weltliteratur.“(Quelle)

Zu diesem Buch gibt es so viele lobende Stimmen, dass das hier wirklich ein starker Roman sein muss. Der Krieg kann bei Menschen so viel anrichten, vor allem in Kinderseelen. Viel zu oft vergessen wir, wie gut es uns hier geht und das unsere Heimat ein friedliches Land ist.

Informationen zum Buch: Hardcover: 224 Seiten || Verlag: Piper || Erscheinungsdatum: 02.10.2017 || ISBN: 978-3-492-05838-4 || Preis: 20,00 €

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2. Lindsey Lee Johnson – Der gefährlichste Ort der Welt

„Als Tristan Bloch eines Morgens auf sein Fahrrad steigt und losradelt, auf die Golden Gate Bridge zu, den heißen, schweißnassen Kopf gesenkt, da ahnen wir schon, dass ihn der Verrat seiner Angebeteten, Calista, vernichtet hat. Sein Liebesbrief wurde auf Facebook gepostet, und das war ihre Schuld.

Fünf Jahre später: Kurz nach dem dramatischen Ende einer Abschlussparty betrachtet Calista, Tristans erste und letzte große Liebe, in dem Versuch, die Ereignisse zu begreifen, ein altes Klassenfoto – Tristan, lachend, in seinen unmöglichen grellgelben Trainingshosen, der sanfte Dave Chu, der durchtriebene Ryan Harbinger, Baseball-Captain und Schwarm aller Mädchen, Abigail Cress, damals noch Calistas beste Freundin, die später mit einem Lehrer anbandelte, und all die anderen, die mit dem Leben und der Liebe gespielt hatten. Ihre fröhlichen Gesichter täuschen. »Sie taten, was sie konnten, um zu überleben.«

Für einen von ihnen war Mill Valley, das verträumte reiche Städtchen über der Bucht von San Francisco, ein vermeintliches Paradies, zur Hölle geworden. Und sie, die zurückblieben, waren vom Leben gezeichnet, noch bevor es richtig begonnen hatte.“ (Quelle)

Ich freue mich wahnsinnig auf dieses Buch. Was ich bisher dazu gelesen/ gehört habe, soll das Buch ein echter Pageturner sein.

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Informationen zum Buch: Taschenbuch: 304 Seiten || Verlag: dtv || Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 13.10.2017 || ISBN: 978-3-423-28133-1 || Preis: 21,00 €

3. Jodi Picoult – Kleine große Schritte

„Ruth Jefferson ist eine äußerst erfahrene Säuglingsschwester. Doch als sie ein Neugeborenes versorgen will, wird ihr das von der Klinikleitung untersagt. Die Eltern wollen nicht, dass eine Afroamerikanerin ihren Sohn berührt. Als sie eines Tages allein auf der Station ist und das Kind eine schwere Krise erleidet, gerät Ruth in ein moralisches Dilemma: Darf sie sich der Anweisung widersetzen und dem Jungen helfen? Als sie sich dazu entschließt, ihrem Gewissen zu folgen, kommt jede Hilfe zu spät. Und Ruth wird angeklagt, schuld an seinem Tod zu sein. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den unterschwelligen, alltäglichen Rassismus, der in unserer ach so aufgeklärten westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist …“ (Quelle)

Zuerst gecatcht hat mich das wunderschöne Cover, welches mich ein Bisschen an „Die Vegetarierin“ erinnert hat. Aber die Story hat es echt in sich. Alltagsrassismus ist immer noch präsent, auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen. Dieses Buch ist ganz sicher keine leichte Kost und wird auch nach dem Lesen lange im Kopf bleiben.

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Informationen zum Buch: Hardcover: 592 Seiten || Verlag: C. Bertelsmann || Erscheinungsdatum: 02.10.2017 || ISBN: 978-3-570-10237-4 || Preis: 20,00 €

4. Andreas Brandhorst – Das Erwachen

„In »Das Erwachen« nimmt sich Bestsellerautor Andreas Brandhorst eines der brandaktuellen Themen der Wissenschaft an: Wann werden die Maschinen uns übertrumpfen und was wird das für unser Leben bedeuten? Der ehemalige Hacker Axel setzt versehentlich ein Computervirus frei, das unzählige der leistungsfähigsten Rechner auf der ganzen Welt vernetzt. Als sich daraufhin auf allen Kontinenten Störfälle häufen und die Infrastruktur zum Erliegen kommt, die Regierungen sich gegenseitig die Schuld geben und die geopolitische Lage immer gefährlicher wird, stößt Axel gemeinsam mit der undurchsichtigen Giselle auf ein Geheimnis, das unsere Welt für immer verändern wird: In den Computernetzen ist etwas erwacht, und es scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein …“ (Quelle)

Aktuell verfolge ich das Thema Künstliche Intelligenz relativ genau. Die Vorstellung, dass schon Dinge möglich sind, von denen wir keine Ahnung haben, jagt mir manchmal einen Schauer über den Rücken. Dieser Thriller spielt natürlich mit diesen Ängsten und ist damit für mich sehr interessant.

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Informationen zum Buch: Paperback: 736 Seiten || Verlag: Piper || Erscheinungsdatum: 02.10.2017 || ISBN: 978-3-492-06080-6 || Preis: 16,99

5. Fredrik Backmann

„Eine kleine Stadt. Ein großer Traum. Der tief bewegende Roman des einfühlsamen Erzählers aus Schweden, der mit seinen Büchern die »New York Times«- und die »Spiegel«-Bestsellerlisten erobert hat.

Wer glaubt noch an Björnstadt? Es liegt viel zu weit hinter den dunklen Wäldern im Norden. Doch die Menschen hier halten zusammen. Und sie teilen eine Leidenschaft, die sie wieder mit Stolz erfüllen könnte. Die den Rest der Welt an Björnstadt erinnern könnte. Vielleicht sogar Arbeitsplätze bringen, eine Zukunft. Deshalb liegen alle Träume und Hoffnungen nun auf den Schultern ein paar junger Björnstädter. Noch ahnt keiner in der Stadt, dass sich ihre Gemeinschaft über Nacht für immer verändern wird.“ (Quelle)

Schweden. Leider war ich bisher noch nicht dort, aber das ändert sich hoffentlich bald. Trotzdem lese ich sehr gerne nordische Bücher, vor allem im Herbst, wenn es draußen dunkel und kalt ist. Geschichten über Dorfgemeinschaften lese ich auch sehr gern und erhoffe mir vielschichtige Charaktere und eine Geschichte, die ans Herz geht.

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Informationen zum Buch: Hardcover: 512 Seiten || Verlag: S.Fischer || Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 26.10.2017 || ISBN: 978-3-8105-3043-1 || Preis: 19,99

Interessiert ihr euch auch für eines der vorgestellten Bücher oder habt ihr ganz andere auf eurer Liste stehen?

Veränderung

Vor kurzem hatte ich ein langes Gespräch mit einer Freundin, in der es darum ging, wie sich unser Charakter durch verschiedene Einflüsse entwickelt hat.
Wir ärgern uns beide darüber, dass wir als Menschen viel Wert darauflegen, was andere von uns denken, und dass wir das gerne ändern würden. Ich kann es absolut nicht ausstehen, wenn andere Menschen vorschnell verurteilt werden und versuche in der Hinsicht auch sehr offen zu sein. Deshalb ist es so lächerlich, dass ich selbst so stark davon abhängig bin, was andere von mir halten könnten.
Zu einem Teil hängt es natürlich von unserer genetischen Veranlagung ab, wer wir sind aber zusätzlich wird der Charakter durch äußere Einflüsse geprägt, nachhaltig durch unsere Erziehung.

Meine Freundin und ich dachten also darüber nach, wie wir erzogen worden sind, beziehungsweise was uns daneben noch stark geprägt hat. Neben unseren Eltern, Großeltern und Geschwistern sind es auf jeden Fall die Grundschuljahre, sowie die ersten Jahre auf der weiterführenden Schule gewesen. Durch mein Elternhaus wurde ich zu einem ruhigen Kind erzogen, dass Regeln einhält, dem Ehrlichkeit wichtig ist und dass niemandem schaden will. Die Grundschule hat mir Freude am Lernen vermittelt und meinen Drang zur Ehrlichkeit und zur Regelbefolgung verstärkt. Dadurch wurden die ersten Jahre auf der weiterführenden Schule für mich sehr schwierig, denn hier galt ich dann als zu brav und damit langweilig. Außerdem wollte ich nicht mobben oder über andere Kinder lachen, wurde damit aber selbst zu einer Ausgestoßenen. Ich musste mich also irgendwie anpassen um schlussendlich zu einer Clique zu gehören. Das alles hat bei mir zu einer tief sitzenden Verunsicherung geführt, sowie einer starken Abhängigkeit von der Anerkennung anderer.
Im Nachhinein macht es mich wütend, dass ich mich nicht aktiv zur Wehr gesetzt habe und eine gewisse „Scheiß drauf“ Haltung entwickelt habe um meinen Prinzipien treu zu bleiben.
Der Gedanke, für sich selber einzustehen, hat mir in meiner Erziehung gefehlt. Ich mache meinen Eltern damit keinen Vorwurf, denn ich habe viel Liebe erfahren und musste nie einem Leistungsideal hinterherrennen, aber gerade weil ich so brav und ruhig war, haben sie es vielleicht nicht für nötig empfunden, mir beizubringen, kein Mitläufer zu sein. Ich bin schließlich nicht aus der Masse herausgestochen und habe nicht angeeckt.

Der Prozess des Lernens besteht aber lebenslang und gerade in den letzten fünf Jahren habe ich mich persönlich stark weiterentwickelt. Ich habe zum Teil andere Prinzipien als meine Eltern und stehe für meine Meinung ein. Nie wieder würde ich mich selbst „verraten“ um zu einer Gruppe dazu zu gehören und meinem jüngeren Ich würde ich gerne sagen, dass es sich auch so sehr gut leben lässt. Aber immer noch sitzt da diese tiefe Verunsicherung, die ich nicht loswerde und die immer mal wieder ausbricht. Es stört mich enorm und ich muss immer wieder aktiv dagegen ankämpfen. Manchmal habe ich Angst, dass ich mich vielleicht nie ganz davon lösen kann, weil die Prägung einfach zu stark war. Aber das Leben ist noch lang und ich habe noch viel Zeit mein Selbst immer wieder neu zu finden. Zeit, stärker und gelassener zu werden.

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Wir sind schließlich zu dem Schluss gekommen, dass die erste Charakterformung durch die Familie, Lehrer und Freunde erfolgt und die zweite von uns selbst ausgeht.
Dieser Gedanke hat für mich nichts mit dem Optimierungswahn zu ton, der gerade durch Social Media tobt. Aber offen für seine Umwelt zu sein und nicht auf starren Verhaltensmustern zu bestehen, ist mir sehr wichtig. Das Leben bietet viele Erfahrungen und wir selbst haben es in der Hand, wie wir uns weiterentwickeln und zu was für einem Menschen wir noch werden.

Wie schon Friedrich Nietzsche passend bemerkte:

„Eine Schlange, die sich nicht häutet, stirbt.“

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Gelesen: Die Geschichte eines neuen Namens – Elena Ferrante

Mit „Geschichte eines neuen Namens“ ist der zweite Band der Ferrante Reihe erschienen. Erzählt wird die Lebensgeschichte zweier junger Frauen aus dem Rione in Neapel. Die Handlung ist sehr vielschichtig und detailliert, weshalb ich hier nur kurz die wichtigsten Punkte zusammenfasse. Die Rezension zum ersten Teil findet ihr hier.

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Handlung
Der zweite Teil knüpft nahtlos an den ersten Band an und ich war schon nach den ersten Seiten wieder im Geschehen. Lila bemerkt noch während ihres Hochzeitsfestes, dass sie von ihrem Mann hintergangen wurde. Stefano sollte ihre Chance auf ein selbstbestimmtes Leben sein. Er sollte ihr zu der ersehnten Freiheit und Unabhängigkeit verhelfen. Aber er macht Geschäfte mit den Solaras, Mitglieder der Camorra, die von Lila verhasst sind. Zu allem Übel sind auch ihr Vater und ihr Bruder in deren Machenschaften verstrickt und Lila fühlt sich von allen Seiten verraten. Von da an ist die Liebe des jungen Paares erloschen und ein ständiger Kampf beginnt.
Lenù hingegen macht ihren Abschluss am Gymnasium und erlangt ein Stipendium für ein renommiertes Studium in Pisa. Sie steigt in der Gesellschaft auf und schafft es durch ihre Bildung, dem Rione zu entfliehen.
Den Hauptteil des Buches nimmt ein gemeinsamer Urlaub am Meer ein, den Lila und Lenù gemeinsam mit Lilas Mutter und ihrer Schwägerin am Meer verbringen. Dort verbringen sie viel Zeit mit Nino, für den Lenù noch immer heimlich schwärmt. Aber leider interessiert Nino sich nicht für sie, sondern für die verheiratete Lila…
Am Ende steht ein biografisches Buch, das Lenù geschrieben hat und welches ihr zu literarischem Durchbruch verhilft.

Thematik
Trotz räumlicher Entfernung und spärlichem Kontakt, bleibt die Freundschaft zwischen Lila und Lenù bestehen. Geprägt wird diese aber weiterhin durch Rivalität, Missgunst und geheimer Bewunderung der anderen. Vor allem Lenù fühlt sich von Lila noch immer in den Schatten gestellt, hat das Gefühl, dass alles was sie erreicht, eigentlich Lila gebührt. Sie hat Angst, dass ihr Fleiß neben Lilas Intelligenz nichts wert ist und gleichzeitig ist sie sich ihrer höheren Bildung und dem daraus resultierenden Ungleichgewicht doch bewusst.

„(…) Ich fürchtete, dass egal, was Lila anzog, ihre Schönheit explodieren würde wie einStern und jeder sich darum reißen würde, ein Stückchen davon zu erhaschen. Ich fürchtete, sie könnte Dialekt sprechen und anstößige Dinge sagen, fürchtete, es könnte herauskommen, dass für sie nach der Grundschule mit dem Lernen Schluss gewesen war. Ich fürchtete, dass alle fasziniert von ihrer Intelligenz sein würden, sobald sie den Mund auftat (…)“

(Elena Ferrante, Die Geschichte eines neuen Namens, S.195 f).

Lila hingegen sieht in Lenùs Möglichkeiten alles, was sie nie erreichen wird. Sie unterstützt ihre Freundin, indem sie ihre Schulbücher bezahlt und ihr einen Raum zum Lernen anbietet. Doch trotzdem kommt es ihrerseits immer wieder zu spitzen Hieben Lenù gegenüber, und sie wirft ihr vor, dass sie sich für etwas besseres hält und sich in lächerlicher Weise aufspielen würde.
Was im ersten Teil nur am Rande angedeutet wurde, rückt in diesem Band weiter in den Mittelpunkt: Die italienische Politik der 60er Jahre. Die Protagonisten sind jung und weltoffen. Es geht um den erstarkenden Kommunismus, den Aufstieg der Camorra und das starke Gefälle zwischen den gesellschaftlichen Schichten.
Zudem wird die Rolle der Frau thematisiert. Stefano, der im ersten Band noch einfühlsam und sanft erschien, entwickelt sich zunehmend zu einem gewalttätigen Choleriker, der seine sechzehnjährige Ehefrau regelrecht verprügelt und vergewaltigt, wenn sie ihm nicht „gefügig“ ist. Auch Lenù  ordnet sich Männern unter und versucht sich zu verstellen um beispielsweise Nino zu gefallen. Es wird deutlich, dass alle Frauen ihres heimatlichen Umfelds sich dem Willen und den Ausbrüchen ihrer Männer beugen und sich alleine wertlos fühlen.

Fazit
Mir hat schon der erste Teil sehr gut gefallen, aber gerade die Fortsetzung hat mich vollends in das „FerranteFever“ versetzt. Die Geschichte hat sehr an Fahrt aufgenommen und da die Hauptfiguren inzwischen älter sind, sind auch ihre Sorgen und Probleme vielschichtiger und weitreichender. Vor allem das letzte Drittel habe ich verschlungen und mir gleich einen Tag später die Fortsetzung gekauft. Ich muss gestehen, dass ich für keine der beiden Protagonistinnen wirkliche Sympathie empfinde. Lenù ist mir häufig zu zurückhaltend und brav, immer von der Angst verfolgt, anzuecken. Lila besitzt in der Hinsicht zwar eine bewundernswerte Stärke, verfügt aber über eine bösartige uns selbstsüchtige Seite, mit der sie wiederholt die Gefühle ihrer engsten Freundin verletzt.
Ich weiß von einigen, dass ihnen manche Beschreibungen zu ausführlich waren. Mir allerdings gefällt der Schreibstil so gut, dass ich gerne in die alltäglichen Schilderungen eingetaucht bin, ohne jemals das Gefühl von Langatmigkeit verspürt zu haben.
Die gesellschaftskritische und politische Betrachtung der damaligen Zeit, die komplizierte und rivalisierende Freundschaft der beiden Mädchen, die mitreißende Beschreibung des alltäglichen Lebens. Mich hat das Buch überzeugt!

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Informationen zum Buch: Gebundene Ausgabe: 623 Seiten || Verlag: Suhrkamp Verlag  (10. Januar 2017) || ISBN: 978-3-518-42574-9 || Preis: 25,00 €

Buchneuerscheinungen – September 2017

Der Herbst steht schon vor der Tür und es wird schon wieder früh dunkel. Das heißt zwar, weniger Unternehmungen an der frischen Luft und kein langes im Park sitzen nach Feierabend, aber dafür wieder mehr Zeit zum lesen. Ich liebe den Herbst und ich liebe es, mich mit einem Pulli oder einer Decke eingekuschelt draußen hinzusetzen und ein gutes Buch zu lesen. Also habe ich mal geschaut, was der September so bietet.

1. Ken Follet – Das Fundament der Ewigkeit

„1558. Noch immer wacht die altehrwürdige Kathedrale von Kingsbridge über die Stadt. Doch die ist im Widerstreit zwischen Katholiken und Protestanten zutiefst gespalten. Freundschaft, Loyalität, Liebe … nichts scheint mehr von Bedeutung zu sein. Die wahren Feinde sind dabei nicht die rivalisierenden Konfessionen. Der eigentliche Kampf wird zwischen denen ausgefochten, die an Toleranz und Verständigung glauben, und den Tyrannen, die ihre Ideen den anderen aufzwingen wollen – koste es, was es wolle.
Ned Willard wünscht sich nichts sehnlicher, als Margery Fitzgerald zu heiraten. Doch der Konflikt entzweit auch sie, und Ned verlässt Kingsbridge, um für die protestantische Prinzessin Elizabeth Tudor zu arbeiten. Als diese wenig später Königin wird, wendet sich ganz Europa gegen England. Um in dieser heiklen Situation früh vor Mordkomplotten, Aufständen und Angriffen der konkurrierenden Mächte gewarnt zu sein, baut die scharfsinnige Monarchin mit Neds Hilfe den ersten Geheimdienst des Landes auf. Die kleine Gruppe geschickter Spione und mutiger Geheimagenten ermöglicht es Elizabeth I. in den nächsten fünfzig Jahren, an ihrem Thron und ihren Prinzipien festzuhalten. Die Liebe zwischen Ned und Margery scheint verloren zu sein, denn von Edinburgh bis Genf steht ganz Europa in Flammen …“(Quelle)

Endlich ein dritter Kingsbridge-Roman. Allerdings finde ich den Preis wirklich unverschämt hoch. Eventuell wird das hier also ein Hörbuch Kandidat.

Informationen zum Buch: Hardcover: 1162 Seiten || Verlag: Bastei Lübbe || Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 12.09.2017 || ISBN: 978-3-7857-2600-6 || Preis: 36,00 €

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2. Paula Treick Deboard – Unter Wasser hört dich niemand schreien

„Das Mädchen von nebenan liegt leblos im Pool. Und der glitzernde Schein des Villenviertels „The Palms“ ist zerstört. Von Beginn an hat Liz sich dort wie eine Außenseiterin gefühlt. Nur ihrer Tochter Danielle und ihrem Mann zuliebe ist sie in diese wohlhabende Nachbarschaft gezogen. Danielle freundete sich schnell mit der gleichaltrigen Kelsey an. Bald schon ging das Mädchen bei der Familie ein und aus. Bis sie im Wasser treibt, und jeder einen Grund gehabt hätte sie hineinzustoßen – selbst Liz.“ (Quelle)

Hört sich düster und geheimnisvoll an. Ich rechne mit Intrigen, Geheimnissen und einer überraschenden Wendung.

Informationen zum Buch: Taschenbuch: 450 Seiten || Verlag: Harper Collins|| Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 11.09.2017 || ISBN: 978-3-959-67098-2|| Preis: 14,99 €

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3. Sasha Marianna Salzmann – Außer sich

„Sie sind zu zweit, von Anfang an, die Zwillinge Alissa und Anton. In der kleinen Zweizimmerwohnung im Moskau der postsowjetischen Jahre verkrallen sie sich in die Locken des anderen, wenn die Eltern aufeinander losgehen. Später, in der westdeutschen Provinz, streunen sie durch die Flure des Asylheims, stehlen Zigaretten aus den Zimmern fremder Familien und riechen an deren Parfumflaschen. Und noch später, als Alissa schon ihr Mathematikstudium in Berlin geschmissen hat, weil es sie vom Boxtraining abhält, verschwindet Anton spurlos. Irgendwann kommt eine Postkarte aus Istanbul – ohne Text, ohne Absender. In der flirrenden, zerrissenen Stadt am Bosporus und in der eigenen Familiengeschichte macht sich Alissa auf die Suche – nach dem verschollenen Bruder, aber vor allem nach einem Gefühl von Zugehörigkeit jenseits von Vaterland, Muttersprache oder Geschlecht.“ (Quelle)

Ich lese sehr gerne politische Bücher und ebenso Familiengeschichten. Hier verbindet sich beides und ich hoffe, die Geschichte hält was sie verspricht.

Informationen zum Buch: Hardcover: 366 Seiten || Verlag: Suhrkamp Insel Verlag|| Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 11.09.2017 || ISBN: 978-3-518-42762-0 || Preis: 22,00 €

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4. Sven Regener  – Wiener Straße 

„Wiener Straße beginnt im November 1980 an dem Tag, an dem Frank Lehmann mit der rebellischen Berufsnichte Chrissie sowie den beiden Extremkünstlern Karl Schmidt und H. R. Ledigt in eine Wohnung über dem Café Einfall verpflanzt wird, um Erwin Kächeles Familienplanung nicht länger im Weg zu stehen. Österreichische Aktionskünstler, ein Fernsehteam, ein ehemaliger Intimfriseurladen, eine Kettensäge, ein Kontaktbereichsbeamter, eine Kreuzberger Kunstausstellung, der Kampf um die Einkommensoptionen Putzjob und Kuchenverkauf, der Besuch einer Mutter und ein Schwangerschaftssimulator setzen eine Kette von Ereignissen in Gang, die alle ins Verderben reißen.
Außer einen!
Kreuzberg, Anfang der 80er Jahre – das war ein kreativer Urknall, eine surreale Welt aus Künstlern, Hausbesetzern, Freaks, Punks und Alles-frisch-Berlinern. Jeder reibt sich an jedem. Jeder kann ein Held sein. Alles kann das nächste große Ding werden. Kunst ist das Gebot der Stunde und Kunst kann alles sein. Ein Schmelztiegel der selbsterklärten Widerspenstigen, die es auch gerne mal gemütlich haben, ein deutsches Kakanien in Feindesland.“ (Quelle)

Die 80er Jahre. Damals hatte das Berliner Kreuzberg noch einen legendären Ruf. Der Roman soll sehr derbe und bizarr sein. Böse und gleichzeitig lustig. Ich freu mich drauf, in dieser Welt zu versinken.

Informationen zum Buch: Hardcover: 304 Seiten || Verlag: Galiani-Berlin || Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 07.09.2017 || ISBN: 978-3-86971-136-2 || Preis: 22,00 €

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5. Wulf Dorn – Die Kinder

„Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.“ (Quelle)

Hört sich nach einem sehr spannenden Thriller an, also genau das richtige für den Herbst.

Informationen zum Buch: Paperback: 320 Seiten || Verlag: Heyne || Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 04.09.2017 || ISBN: 978-3-453-27094-7 || Preis: 16,99 €

Die Kinder von Wulf Dorn
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Interessiert ihr euch auch für eines der vorgestellten Bücher oder habt ihr ganz andere auf eurer Liste stehen?

Gelesen | Gehört | Gesehen | Entdeckt: KW 34

Gelesen | Gehört | Gesehen | Entdeckt
Was mich diese Woche interessiert und begeistert hat.

Gelesen ||

|| Auch wenn inzwischen schon der dritte Teil der Ferrante Saga erschienen ist, lese ich aktuell noch den zweiten Band DIE GESCHICHTE EINES NEUEN NAMENS um die Freundinnen Lila und Elena. Mich begeistert die Geschichte sehr. Ich mag den Schreibstil der Autorin und wie genau und detailreich sie die Verflechtungen im Rione beschreibt. Beide Hauptcharaktere sind auf ihre Weise besonders und ziehen mich in ihren Bann. Ich freue mich schon auf den dritten Teil und bin gespannt, wie sich das Leben der beiden noch entwickeln wird!

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|| Auf dem Blog „Pink & Green“ geht es um das Thema Politik und warum wir so wenig darüber sprechen.

„Wer sind wir, wenn wir nicht Klamotten kaufen, nicht im Fitnessstudio schwitzen oder Serien schauen?“ Mit diesen Worten hat sie so tief in mein Herz getroffen. Ich selbst versuche seit einiger Zeit verstärkt meine Persönlichkeit weiterzuentwickeln, befasse mich täglich mit dem aktuellen Geschehen auf der Welt und damit auch mit Politik. Allerdings immer nur relativ oberflächlich und nie so weit, dass ich schon mal bei einer öffentlichen Diskussion zu Gast war oder häufig über Politik spreche. Mir wird immer wieder bewusst, wie wenig sich unsere Generation mit diesen Themen beschäftigt, beziehungsweise auch im Freundeskreis darüber gesprochen wird. Denn beim Thema Politik geht es für mich nicht nur darum sich innerhalb der eigenen Blase zu informieren, sondern auch um Zuhören und andere Meinungen gelten zu lassen.

Hier findet ihr den Beitrag Slow Sunday: Wir müssen endlich über Politik sprechen auf dem Blog Pink & Green.

Gehört ||

|| Den #twentysomethingpodcast von Lina Mallon. Ich lese ihren Blog schon sehr lange und finde es toll, wie sie sich weiterentwickelt. Dazu gehört seit einiger Zeit auch dieser Podcast, in dem sie ihre „Twentysomething-Kolumnen“ vertont, sowie etwas über deren Hintergrundgeschichte erzählt. In den Kolumnen geht es um ihren  Alltag als Single in Hamburg. Seit kurzem gibt es auch Folgen, in denen sie einfach ihre Gedanken zu gemischten Themen teilt.

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|| Banners – Half Light

|| NEEDTOBREATHE – Brother (Acoustic)

|| Jennifer Rostock – Alles Cool

Gesehen ||

|| Breaking Bad habe ich schon vor einigen Jahren für mich entdeckt und jetzt auch den Spin Off BETTER CALL SAUL angefangen.  Die erste Staffel habe ich gerade beendet und für mich überzeugt die Serie vor allem durch ihren Hauptdarsteller Bob Odenkirk, der so überzeugend und grandios spielt, dass das Zuschauen schon eine Freude ist. Man lernt die Figur des Saul Goodman nicht als den windigen und moralisch fragwürdigen Anwalt kennen, sondern als erfolglosen Pflichtverteidiger Jimmy McGill, der immer im Schatten seines älteren Bruders steht. Diese Perspektive zeigt keinen schmierigen und vor Selbstbewusstsein strotzenden Typ, sondern einen Menschen, der nach Anerkennung und Liebe sucht. Für mich ist das eine sehr spannende Geschichte und ich bin gespannt, wie Jimmy schlussendlich zu seiner Rolle als Saul Goodman findet. Begeistert bin ich auch, dass die Figur Mike Ehrmantraut näher beleuchtet wird, da ich mir schon immer mehr Informationen über den Hintergrund dieser Figur gewünscht habe. Für mich ist die Serie bisher zwar nicht so fesselnd wie „Breaking Bad“, aber auf jeden Fall sehenswert.

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|| Den Netflix Film OKJA hatte ich bisher gar nicht auf dem Zettel, bis er in einem Youtube Video erwähnt wurde. Er ist großartig besetzt (Tilda Swinton, Jake Gyllenhaal, Lily Collins, Steven Yeun) und mutet zunächst als Film für Kinder an. Allerdings ist dies definitiv nicht der Fall und vor allem die letzte Hälfte des Filmes ist nichts für schwache Nerven und Kinderaugen.

Die Geschichte handelt von dem Mädchen Mija, das gemeinsam mit ihrem Großvater und dem mutierten Riesenschwein Okja in den Bergen Südkoreas aufwächst. Mangels gleichaltriger Spielgefährten ist Okja Mijas beste Freundin. Allerdings gehört das Schwein dem Riesenfleischkonzern Mirando, der Okja nach einer abgelaufenen Zeit zurück nach New York holen will, um sie für Werbezwecke zu nutzen.

Der Film zeigt ein buntes Riesenspektakel mit schrulligen Figuren und neben einer herzerwärmenden Mensch-Tier-Freundschaft die knallharten Bilder der Fleischindustrie und zwar direkt aus einem Schlachtbetrieb. Die Riesenschweine werden in eine Kammer gesperrt, per Kopfschuss getötet und anschließend auf ein Gitter fallen gelassen. Dort wird der Leichnam gehäutet und mit Sägen zerlegt. Auf dem Boden sieht man riesige Blutlachen und man hört beständig das panische Schreien der Tiere. Und so passiert es wirklich. Der Film ist wirklich schonungslos, was diese Szenen angeht. Es wird unter anderem auch die brutale Besteigung der jungen Okja durch ein männliches Riesenschwein gezeigt, was einer Vergewaltigung gleichkommt. Und obwohl der Film definitiv seine lustigen Momente hat, verbreitet er eine zarte Botschaft. Da ich mich schon lange vegetarisch und seit einiger Zeit auch rein pflanzlich ernähre, kannte ich solche Bilder bereits aus Videos von Tierschutzorganisationen. Meinen Freund hat der Film deshalb noch stärker mitgenommen und sogar dazu geführt, dass er seinen Fleischkonsum bedenkt.

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Entdeckt ||

|| Seit gut einem halben Jahr praktiziere ich so oft ich kann Yoga. Ich tauche immer mehr in die Materie ein und rolle auch zuhause häufig die Matte aus. Aktuell noch auf einer relativ günstigen Matte, die zwar ihren Zweck erfüllt, mir aber vor allem wenig Grip bietet, so dass ich gerade beim herabschauenden Hund rutsche. Nach intensiver Recherche konnte ich mich auf zwei Matten beschränken, die für meine Zwecke wohl die am besten geeignet sind.

Entweder die JadeYoga Harmony Mat 

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oder die Manduka eKO 

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Leider recht kostspielig, aber ich möchte ja auch mehrere Jahre etwas davon haben und mich vor allem auf der Matte wohl fühlen. Mal schauen, welche es schlussendlich wird.

Ich freu mich, von euren Erfahrungen oder Empfehlungen zu hören.

Gelesen: Das Café am Rande der Welt – John Strelecky

Als ich am Strand lag und das dünne Büchlein in die Hand nahm, war ich entspannt und bereit mich auf die philosophisch angehauchte Geschichte einzulassen, von der ich schon so viel Gutes gehört hatte.

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Handlung
Der Protagonist John ist ein erfolgreicher Manager, der sich mit seinem Auto verfährt und schließlich in einem kleinen, abgelegenen Café landet. Dort fallen ihm drei Fragen auf der Speisekarte auf:

Warum bist du hier?
Hast du Angst vor dem Tod?
Führst du ein erfülltes Leben?

Diese Fragen verunsichern John und bringen ihn dazu, über verschiedene Dinge nachzudenken. Er lernt in dem Café drei Menschen kennen, die ihm mit simplen Geschichten dabei helfen, zu erkennen, was im Leben wirklich wichtig ist. Ein Beispiel ist die Erzählung eines alten Fischers, der nicht versteht, warum er eine Tätigkeit ausüben soll, die ihm nicht gefällt um im Alter viel Geld zu haben, wenn er doch auch jetzt schon in einfachen Verhältnissen glücklich ist.

„Warum verbringen soviel Zeit damit, uns auf den Zeitpunkt vorzubereiten, an dem wir tun können, was wir möchten, anstatt es einfach sofort zu tun?“

Johns Einstellung zum Leben verändert sich und am Ende kann er die drei Fragen für sich beantworten.

Thematik
Ja, es geht um die Frage nach dem Sinn des Lebens, aber dieser sieht natürlich für jeden Menschen etwas anders aus. Grundsätzlich liegt der Sinn des Buches darin, den Menschen aufzuzeigen, dass allein materieller Besitz nicht glücklich macht. Viele von uns gehen einkaufen, wenn sie traurig sind und kaufen sich schöne Dinge um eine Lücke zu füllen. Wir arbeiten viel und geben das erarbeitete Geld mit vollen Händen aus um die mangelnde Freizeit zu rechtfertigen. Konsum statt Leben.aber durch diese Rastlosigkeit fühlen wir uns nie richtig glücklich. Zumindest geht es mir so.

Fazit
Dieses Buch führt nicht zu Erleuchtung oder dazu, dass man plötzlich ganz genau weiß, wohin man mit seinem Leben will. Aber dieses Buch kann einem dabei helfen, sich selbst die richtigen Fragen zu stellen. Es ist einfach geschrieben, wodurch alle Gedankengänge immer gut nachvollziehbar sind. Besonders schön fand ich die Geschichte der grünen Meeresschildkröte. Diese schwimmt nie gegen die Wellen an, sondern lässt sich einfach von ihnen treiben. Bei abfließenden Wellen bringt sie sich dann mit minimaler Kraftanstrengung weit voran, ohne zu erschöpfen.
Im Alltag und der Arbeitswelt tun wir häufig das Gegenteil. Wir strampeln gegen die Flut an und versuchen mit aller Kraft eine Lösung für festgefahrene Situationen zu finden. Irgendwann sind wir dann wie blockiert und müssen erschöpft kapitulieren. Sind wir aber entspannt und lassen uns einfach treiben, ohne krampfhaft das Problem anzugehen, kommt die Lösung meist von ganz allein.

Veränderungen muss jeder für sich selbst umsetzen, aber der Gedanke, dass man Erfolg hat, wenn man eine Sache liebt, den verfolge ich schon eine Weile und er wurde durch dieses Buch nur verstärkt.

Ich empfehle diese Erzählung also uneingeschränkt jedem, denn wenn man sich auf die Gedanken einlässt, regt die Geschichte dazu an, das eigene Leben neu zu hinterfragen.

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Informationen zum Buch: Taschenbuch: 128 Seiten || Verlag: dtv  (01. Februar 2007) || ISBN: 978-3-423-20969-4 || Preis: 08,95 €

Buchneuerscheinungen – August 2017

Hier in Hamburg gab es bisher keinen wirklichen Sommer. Anstatt an den Wochenenden Grillpartys zu feiern und auf Open Airs zu tanzen, sitze ich eher mit einem Tee zuhause und lese ein gutes Buch oder versinke in neuen Serien. Totaler Herbst Blues leider… Hier also potenzielles neues Lesefutter, wenn dann der richtige Herbst kommt!

1. Elena Ferrante – Die Geschichte der getrennten Wege

„Es sind die turbulenten siebziger Jahre und die beiden inzwischen erwachsene Frauen. Lila ist Mutter geworden und hat sich befreit und alles hingeworfen – den Wohlstand, ihre Ehe, ihren neuen Namen – und arbeitet unter entwürdigenden Bedingungen in einer Fabrik. Elena hat ihr altes neapolitanisches Viertel hinter sich gelassen, das Studium beendet und ihren ersten Roman veröffentlicht. Als sie in eine angesehene norditalienische Familie einheiratet und ihrerseits ein Kind bekommt, hält sie ihren gesellschaftlichen Aufstieg für vollendet. Doch schon bald muss sie feststellen, dass sie ständig an Grenzen gerät.“(Quelle)

Nachdem ich Teil 2 der Ferrante Saga hoffentlich bald lesen werde, muss natürlich auch der dritte Teil schnell her. Leider erst ab Ende August erhältlich, aber bis dahin habe ich es hoffentlich auch geschafft, den zweiten Teil zu lesen…

Informationen zum Buch: Hardcover: 540 Seiten || Verlag: Suhrkamp || Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 28.08.2017 || ISBN: 978-3-518-42575-6 || Preis: 24,00 €

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2. Leila Slimani – Dann schlaf auch du

„Sie wollen das perfekte Paar sein, Kinder und Beruf unter einen Hut bringen, alles irgendwie richtig machen. Und sie finden die ideale Nanny, die ihnen das alles erst möglich macht. Doch wie gut kann man einen fremden Menschen kennen? Und wie sehr kann man ihm vertrauen?

Sie haben Glück gehabt, denken sich Myriam und Paul, als sie Louise einstellen – eine Nanny wie aus dem Bilderbuch, die auf ihre beiden kleinen Kinder aufpasst, in der schönen Pariser Altbauwohnung im 10. Arrondissement. Wie mit unsichtbaren Fäden hält Louise die Familie zusammen, ebenso unbemerkt wie mächtig. In wenigen Wochen schon ist sie unentbehrlich geworden. Myriam und Paul ahnen nichts von den Abgründen und von der Verletzlichkeit der Frau, der sie das Kostbarste anvertrauen, das sie besitzen. Von der tiefen Einsamkeit, in der sich die fünfzigjährige Frau zu verlieren droht. Bis eines Tages die Tragödie über die kleine Familie hereinbricht. Ebenso unaufhaltsam wie schrecklich.“ (Quelle)

Ein echter Psychothriller, bei dem ich jetzt schon weiß, dass mich die Geschichte nicht loslassen wird. Die Autorin wurde für den Roman schon mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet und ich bin gespannt, was mich stilistisch erwartet.

Informationen zum Buch: Gebundene Ausgabe: 224 Seiten || Verlag: Luchterhand Literaturverlag || Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 21.08.2017 || ISBN: 978-3-630-87554-5|| Preis: 20,00 €

Dann schlaf auch du von Leila Slimani
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3. Sabine Kornbichler – Das böse Kind

„Eine junge Frau gerät scheinbar aus dem Nichts in Panik, rennt vor ein Auto und stirbt – ein tragisches Unglück, und doch kommt Nachlassverwalterin Kristina Mahlo der Fall seltsam vor. Was kann die freie Lektorin von einem Moment auf den anderen so sehr in Schrecken versetzt haben? Im Nachlass der Toten entdeckt Kristina Hinweise auf ein Ereignis, das jede Sekunde im Leben der jungen Frau bestimmt hatte. Und auf einen erbarmungslosen Täter, der allgegenwärtig scheint.“ (Quelle)

Ich  muss sagen, dass mich bei diesem Buch vor allem das Cover angesprochen hat. Ich habe mir daraufhin die Beschreibung durchgelesen und denke, dass eine interessante und spannende Geschichte hinter diesem Werk stecken kann.

Informationen zum Buch: Broschur: 384 Seiten || Verlag: Piper Verlag|| Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 02.08.2017 || ISBN: 978-3-492-31065-9 || Preis: 9,99 €

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4. Lize Spit – Und es schmilzt

„Ein Buch, das alles gibt und alles verlangt.
Mit geschlossenen Augen hätte Eva damals den Weg zu Pims Bauernhof radeln können. Sie könnte es heute noch, obwohl sie viele Jahre nicht in Bovenmeer gewesen ist. Hier wurde sie zwischen Rapsfeldern und Pferdekoppeln erwachsen. Hier liegt auch die Wurzel all ihrer aufgestauten Traurigkeit.
Dreizehn Jahre nach dem Sommer, an den sie nie wieder zu denken wagte, kehrt Eva zurück in ihr Dorf – mit einem großen Eisblock im Kofferraum.“ (Quelle)

Über dieses Buch existieren schon wahnsinnig viele positive Stimmen, was meine Erwartungen natürlich hochtreibt. Ein Meisterwerk, das ganz für sich allein stehen soll und den Preis des niederländischen Buchhandels für den besten Roman des Jahres erhalten hat. Ein Buch, über das man reden will und dass den Leser nicht mehr loslässt. Klingt für mich alles danach, als müsste man diesen Roman noch in 2017 lesen.

Informationen zum Buch: Hardcover: 512 Seiten || Verlag: S. Fischer Verlage || Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 24.08.2017 || ISBN: 978-3-10-397282-5 || Preis: 22,00 €

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5. Karin Slaughter – Die gute Tochter

Lauf!, fleht ihre große Schwester Samantha. Mit vorgehaltener Waffe treiben zwei maskierte Männer Charlotte und sie an den Waldrand. „Lauf weg!“ Und Charlie läuft. An diesem Tag. Und danach ihr ganzes Leben. Sie ist getrieben von den Erinnerungen an jene grauenvolle Attacke in ihrer Kindheit. Die blutigen Knochen ihrer erschossenen Mutter. Die Todesangst ihrer Schwester. Das Keuchen ihres Verfolgers.
Als Töchter eines berüchtigten Anwalts waren sie stets die Verstoßenen, die Gehetzten. 28 Jahre später ist Charlie selbst erfolgreiche Anwältin. Als sie Zeugin einer weiteren brutalen Bluttat wird, holt ihre Geschichte sie ganz ungeahnt ein.“ (Quelle)

Thriller von Karin Slaughter versprechen Spannung und dieser hier klingt besonders packend!

Informationen zum Buch: Gebundene Ausgabe: 560 Seiten || Verlag: Harper Collins || Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 07.08.2017 || ISBN: 978-3-959-67110-1|| Preis: 19,99 €

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Interessiert ihr euch auch für eines der vorgestellten Bücher oder habt ihr ganz andere auf eurer Liste stehen?

Ein Kommentar zum G20 Gipfel

Am 07. und 08. Juli wird der diesjährige G20 Gipfel in Hamburg stattfinden. Als Bewohner der Hansestadt ist man eher wenig begeistert von dem Gedanken, dass hier die wichtigsten Innenstadt Zonen gesperrt sind. Schon die ganze Woche bemerkt man eine starke Polizeipräsenz an den meisten Bahnhöfen und natürlich im Herzen von Hamburg. Es werden Einschränkungen im alltäglichen Leben befürchtet und zusätzlich herrscht die Angst vor Straßenschlachten.
Natürlich sind das alles legitime Sorgen und sicherlich werden sich die nächsten Tage für viele Hamburger wie eine Zumutung anfühlen, aber man sollte dabei nicht vergessen, was der eigentliche Sinn dieses Gipfels ist. Die einflussreichsten Politiker der Welt werden sich verstärkt den globalen Fragen unserer Zeit widmen. Dazu gehören neben Finanz- und Wirtschaftsfragen natürlich auch Fragen zum Klimaschutz und zu sozialer Gerechtigkeit.

Wie ist darauf zu reagieren, dass sich in der Stadt einige Politiker versammeln, die Menschenrechte mit Füßen treten, die Pressefreiheit in Frage stellen und den Klimawandel leugnen? Gegen diese Politik ein Zeichen setzen zu wollen ist wichtig. Aber es sollte das richtige sein.

Ja! Die Globalisierung ist kritisch zu betrachten.

Ja! Die Legitimität und die Rolle der G20 kann in Frage gestellt werden.

Ja! Man sollte sich über die Politik von Trump, Putin und Erdogan empören.

Aber! Wir müssen uns damit auf verschiedene Weise auseinandersetzen und ohne Gewalt für das einstehen, was uns wichtig ist.
Hamburg sollte sich von einer Seite zeigen, die bunt, vielfältig und friedlich ist. Mit Protesten, die jede Art von Gewalt ablehnen und für eine gerechte Weltwirtschaftsordnung stehen.
Und am besten nicht nur jetzt, wo wir vor unserer Haustür damit konfrontiert werden, sondern auch zukünftig.

Denn wir besitzen die Freiheit, auf die Straße gehen zu können um Dinge einzufordern.
Demokratie ist unser Grundrecht und sollte nicht zum Ausnahmezustand werden.

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