Veränderung

Vor kurzem hatte ich ein langes Gespräch mit einer Freundin, in der es darum ging, wie sich unser Charakter durch verschiedene Einflüsse entwickelt hat.
Wir ärgern uns beide darüber, dass wir als Menschen viel Wert darauflegen, was andere von uns denken, und dass wir das gerne ändern würden. Ich kann es absolut nicht ausstehen, wenn andere Menschen vorschnell verurteilt werden und versuche in der Hinsicht auch sehr offen zu sein. Deshalb ist es so lächerlich, dass ich selbst so stark davon abhängig bin, was andere von mir halten könnten.
Zu einem Teil hängt es natürlich von unserer genetischen Veranlagung ab, wer wir sind aber zusätzlich wird der Charakter durch äußere Einflüsse geprägt, nachhaltig durch unsere Erziehung.

Meine Freundin und ich dachten also darüber nach, wie wir erzogen worden sind, beziehungsweise was uns daneben noch stark geprägt hat. Neben unseren Eltern, Großeltern und Geschwistern sind es auf jeden Fall die Grundschuljahre, sowie die ersten Jahre auf der weiterführenden Schule gewesen. Durch mein Elternhaus wurde ich zu einem ruhigen Kind erzogen, dass Regeln einhält, dem Ehrlichkeit wichtig ist und dass niemandem schaden will. Die Grundschule hat mir Freude am Lernen vermittelt und meinen Drang zur Ehrlichkeit und zur Regelbefolgung verstärkt. Dadurch wurden die ersten Jahre auf der weiterführenden Schule für mich sehr schwierig, denn hier galt ich dann als zu brav und damit langweilig. Außerdem wollte ich nicht mobben oder über andere Kinder lachen, wurde damit aber selbst zu einer Ausgestoßenen. Ich musste mich also irgendwie anpassen um schlussendlich zu einer Clique zu gehören. Das alles hat bei mir zu einer tief sitzenden Verunsicherung geführt, sowie einer starken Abhängigkeit von der Anerkennung anderer.
Im Nachhinein macht es mich wütend, dass ich mich nicht aktiv zur Wehr gesetzt habe und eine gewisse „Scheiß drauf“ Haltung entwickelt habe um meinen Prinzipien treu zu bleiben.
Der Gedanke, für sich selber einzustehen, hat mir in meiner Erziehung gefehlt. Ich mache meinen Eltern damit keinen Vorwurf, denn ich habe viel Liebe erfahren und musste nie einem Leistungsideal hinterherrennen, aber gerade weil ich so brav und ruhig war, haben sie es vielleicht nicht für nötig empfunden, mir beizubringen, kein Mitläufer zu sein. Ich bin schließlich nicht aus der Masse herausgestochen und habe nicht angeeckt.

Der Prozess des Lernens besteht aber lebenslang und gerade in den letzten fünf Jahren habe ich mich persönlich stark weiterentwickelt. Ich habe zum Teil andere Prinzipien als meine Eltern und stehe für meine Meinung ein. Nie wieder würde ich mich selbst „verraten“ um zu einer Gruppe dazu zu gehören und meinem jüngeren Ich würde ich gerne sagen, dass es sich auch so sehr gut leben lässt. Aber immer noch sitzt da diese tiefe Verunsicherung, die ich nicht loswerde und die immer mal wieder ausbricht. Es stört mich enorm und ich muss immer wieder aktiv dagegen ankämpfen. Manchmal habe ich Angst, dass ich mich vielleicht nie ganz davon lösen kann, weil die Prägung einfach zu stark war. Aber das Leben ist noch lang und ich habe noch viel Zeit mein Selbst immer wieder neu zu finden. Zeit, stärker und gelassener zu werden.

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Wir sind schließlich zu dem Schluss gekommen, dass die erste Charakterformung durch die Familie, Lehrer und Freunde erfolgt und die zweite von uns selbst ausgeht.
Dieser Gedanke hat für mich nichts mit dem Optimierungswahn zu ton, der gerade durch Social Media tobt. Aber offen für seine Umwelt zu sein und nicht auf starren Verhaltensmustern zu bestehen, ist mir sehr wichtig. Das Leben bietet viele Erfahrungen und wir selbst haben es in der Hand, wie wir uns weiterentwickeln und zu was für einem Menschen wir noch werden.

Wie schon Friedrich Nietzsche passend bemerkte:

„Eine Schlange, die sich nicht häutet, stirbt.“

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Gelesen: Die Geschichte eines neuen Namens – Elena Ferrante

Mit „Geschichte eines neuen Namens“ ist der zweite Band der Ferrante Reihe erschienen. Erzählt wird die Lebensgeschichte zweier junger Frauen aus dem Rione in Neapel. Die Handlung ist sehr vielschichtig und detailliert, weshalb ich hier nur kurz die wichtigsten Punkte zusammenfasse. Die Rezension zum ersten Teil findet ihr hier.

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Handlung:
Der zweite Teil knüpft nahtlos an den ersten Band an und ich war schon nach den ersten Seiten wieder im Geschehen. Lila bemerkt noch während ihres Hochzeitsfestes, dass sie von ihrem Mann hintergangen wurde. Stefano sollte ihre Chance auf ein selbstbestimmtes Leben sein. Er sollte ihr zu der ersehnten Freiheit und Unabhängigkeit verhelfen. Aber er macht Geschäfte mit den Solaras, Mitglieder der Camorra, die von Lila verhasst sind. Zu allem Übel sind auch ihr Vater und ihr Bruder in deren Machenschaften verstrickt und Lila fühlt sich von allen Seiten verraten. Von da an ist die Liebe des jungen Paares erloschen und ein ständiger Kampf beginnt.
Lenù hingegen macht ihren Abschluss am Gymnasium und erlangt ein Stipendium für ein renommiertes Studium in Pisa. Sie steigt in der Gesellschaft auf und schafft es durch ihre Bildung, dem Rione zu entfliehen.
Den Hauptteil des Buches nimmt ein gemeinsamer Urlaub am Meer ein, den Lila und Lenù gemeinsam mit Lilas Mutter und ihrer Schwägerin am Meer verbringen. Dort verbringen sie viel Zeit mit Nino, für den Lenù noch immer heimlich schwärmt. Aber leider interessiert Nino sich nicht für sie, sondern für die verheiratete Lila…
Am Ende steht ein biografisches Buch, das Lenù geschrieben hat und welches ihr zu literarischem Durchbruch verhilft.

Thematik:
Trotz räumlicher Entfernung und spärlichem Kontakt, bleibt die Freundschaft zwischen Lila und Lenù bestehen. Geprägt wird diese aber weiterhin durch Rivalität, Missgunst und geheimer Bewunderung der anderen. Vor allem Lenù fühlt sich von Lila noch immer in den Schatten gestellt, hat das Gefühl, dass alles was sie erreicht, eigentlich Lila gebührt. Sie hat Angst, dass ihr Fleiß neben Lilas Intelligenz nichts wert ist und gleichzeitig ist sie sich ihrer höheren Bildung und dem daraus resultierenden Ungleichgewicht doch bewusst.

„(…) Ich fürchtete, dass egal, was Lila anzog, ihre Schönheit explodieren würde wie einStern und jeder sich darum reißen würde, ein Stückchen davon zu erhaschen. Ich fürchtete, sie könnte Dialekt sprechen und anstößige Dinge sagen, fürchtete, es könnte herauskommen, dass für sie nach der Grundschule mit dem Lernen Schluss gewesen war. Ich fürchtete, dass alle fasziniert von ihrer Intelligenz sein würden, sobald sie den Mund auftat (…)“

(Elena Ferrante, Die Geschichte eines neuen Namens, S.195 f).

Lila hingegen sieht in Lenùs Möglichkeiten alles, was sie nie erreichen wird. Sie unterstützt ihre Freundin, indem sie ihre Schulbücher bezahlt und ihr einen Raum zum Lernen anbietet. Doch trotzdem kommt es ihrerseits immer wieder zu spitzen Hieben Lenù gegenüber, und sie wirft ihr vor, dass sie sich für etwas besseres hält und sich in lächerlicher Weise aufspielen würde.
Was im ersten Teil nur am Rande angedeutet wurde, rückt in diesem Band weiter in den Mittelpunkt: Die italienische Politik der 60er Jahre. Die Protagonisten sind jung und weltoffen. Es geht um den erstarkenden Kommunismus, den Aufstieg der Camorra und das starke Gefälle zwischen den gesellschaftlichen Schichten.
Zudem wird die Rolle der Frau thematisiert. Stefano, der im ersten Band noch einfühlsam und sanft erschien, entwickelt sich zunehmend zu einem gewalttätigen Choleriker, der seine sechzehnjährige Ehefrau regelrecht verprügelt und vergewaltigt, wenn sie ihm nicht „gefügig“ ist. Auch Lenù  ordnet sich Männern unter und versucht sich zu verstellen um beispielsweise Nino zu gefallen. Es wird deutlich, dass alle Frauen ihres heimatlichen Umfelds sich dem Willen und den Ausbrüchen ihrer Männer beugen und sich alleine wertlos fühlen.

Fazit:
Mir hat schon der erste Teil sehr gut gefallen, aber gerade die Fortsetzung hat mich vollends in das „FerranteFever“ versetzt. Die Geschichte hat sehr an Fahrt aufgenommen und da die Hauptfiguren inzwischen älter sind, sind auch ihre Sorgen und Probleme vielschichtiger und weitreichender. Vor allem das letzte Drittel habe ich verschlungen und mir gleich einen Tag später die Fortsetzung gekauft. Ich muss gestehen, dass ich für keine der beiden Protagonistinnen wirkliche Sympathie empfinde. Lenù ist mir häufig zu zurückhaltend und brav, immer von der Angst verfolgt, anzuecken. Lila besitzt in der Hinsicht zwar eine bewundernswerte Stärke, verfügt aber über eine bösartige uns selbstsüchtige Seite, mit der sie wiederholt die Gefühle ihrer engsten Freundin verletzt.
Ich weiß von einigen, dass ihnen manche Beschreibungen zu ausführlich waren. Mir allerdings gefällt der Schreibstil so gut, dass ich gerne in die alltäglichen Schilderungen eingetaucht bin, ohne jemals das Gefühl von Langatmigkeit verspürt zu haben.
Die gesellschaftskritische und politische Betrachtung der damaligen Zeit, die komplizierte und rivalisierende Freundschaft der beiden Mädchen, die mitreißende Beschreibung des alltäglichen Lebens. Mich hat das Buch überzeugt!

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Informationen zum Buch: Gebundene Ausgabe: 623 Seiten || Verlag: Suhrkamp Verlag  (10. Januar 2017) || ISBN: 978-3-518-42574-9 || Preis: 25,00 €

Buchneuerscheinungen – September 2017

Der Herbst steht schon vor der Tür und es wird schon wieder früh dunkel. Das heißt zwar, weniger Unternehmungen an der frischen Luft und kein langes im Park sitzen nach Feierabend, aber dafür wieder mehr Zeit zum lesen. Ich liebe den Herbst und ich liebe es, mich mit einem Pulli oder einer Decke eingekuschelt draußen hinzusetzen und ein gutes Buch zu lesen. Also habe ich mal geschaut, was der September so bietet.

1. Ken Follet – Das Fundament der Ewigkeit

„1558. Noch immer wacht die altehrwürdige Kathedrale von Kingsbridge über die Stadt. Doch die ist im Widerstreit zwischen Katholiken und Protestanten zutiefst gespalten. Freundschaft, Loyalität, Liebe … nichts scheint mehr von Bedeutung zu sein. Die wahren Feinde sind dabei nicht die rivalisierenden Konfessionen. Der eigentliche Kampf wird zwischen denen ausgefochten, die an Toleranz und Verständigung glauben, und den Tyrannen, die ihre Ideen den anderen aufzwingen wollen – koste es, was es wolle.
Ned Willard wünscht sich nichts sehnlicher, als Margery Fitzgerald zu heiraten. Doch der Konflikt entzweit auch sie, und Ned verlässt Kingsbridge, um für die protestantische Prinzessin Elizabeth Tudor zu arbeiten. Als diese wenig später Königin wird, wendet sich ganz Europa gegen England. Um in dieser heiklen Situation früh vor Mordkomplotten, Aufständen und Angriffen der konkurrierenden Mächte gewarnt zu sein, baut die scharfsinnige Monarchin mit Neds Hilfe den ersten Geheimdienst des Landes auf. Die kleine Gruppe geschickter Spione und mutiger Geheimagenten ermöglicht es Elizabeth I. in den nächsten fünfzig Jahren, an ihrem Thron und ihren Prinzipien festzuhalten. Die Liebe zwischen Ned und Margery scheint verloren zu sein, denn von Edinburgh bis Genf steht ganz Europa in Flammen …“(Quelle)

Endlich ein dritter Kingsbridge-Roman. Allerdings finde ich den Preis wirklich unverschämt hoch. Eventuell wird das hier also ein Hörbuch Kandidat.

Informationen zum Buch: Hardcover: 1162 Seiten || Verlag: Bastei Lübbe || Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 12.09.2017 || ISBN: 978-3-7857-2600-6 || Preis: 36,00 €

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2. Paula Treick Deboard – Unter Wasser hört dich niemand schreien

„Das Mädchen von nebenan liegt leblos im Pool. Und der glitzernde Schein des Villenviertels „The Palms“ ist zerstört. Von Beginn an hat Liz sich dort wie eine Außenseiterin gefühlt. Nur ihrer Tochter Danielle und ihrem Mann zuliebe ist sie in diese wohlhabende Nachbarschaft gezogen. Danielle freundete sich schnell mit der gleichaltrigen Kelsey an. Bald schon ging das Mädchen bei der Familie ein und aus. Bis sie im Wasser treibt, und jeder einen Grund gehabt hätte sie hineinzustoßen – selbst Liz.“ (Quelle)

Hört sich düster und geheimnisvoll an. Ich rechne mit Intrigen, Geheimnissen und einer überraschenden Wendung.

Informationen zum Buch: Taschenbuch: 450 Seiten || Verlag: Harper Collins|| Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 11.09.2017 || ISBN: 978-3-959-67098-2|| Preis: 14,99 €

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3. Sasha Marianna Salzmann – Außer sich

„Sie sind zu zweit, von Anfang an, die Zwillinge Alissa und Anton. In der kleinen Zweizimmerwohnung im Moskau der postsowjetischen Jahre verkrallen sie sich in die Locken des anderen, wenn die Eltern aufeinander losgehen. Später, in der westdeutschen Provinz, streunen sie durch die Flure des Asylheims, stehlen Zigaretten aus den Zimmern fremder Familien und riechen an deren Parfumflaschen. Und noch später, als Alissa schon ihr Mathematikstudium in Berlin geschmissen hat, weil es sie vom Boxtraining abhält, verschwindet Anton spurlos. Irgendwann kommt eine Postkarte aus Istanbul – ohne Text, ohne Absender. In der flirrenden, zerrissenen Stadt am Bosporus und in der eigenen Familiengeschichte macht sich Alissa auf die Suche – nach dem verschollenen Bruder, aber vor allem nach einem Gefühl von Zugehörigkeit jenseits von Vaterland, Muttersprache oder Geschlecht.“ (Quelle)

Ich lese sehr gerne politische Bücher und ebenso Familiengeschichten. Hier verbindet sich beides und ich hoffe, die Geschichte hält was sie verspricht.

Informationen zum Buch: Hardcover: 366 Seiten || Verlag: Suhrkamp Insel Verlag|| Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 11.09.2017 || ISBN: 978-3-518-42762-0 || Preis: 22,00 €

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4. Sven Regener  – Wiener Straße 

„Wiener Straße beginnt im November 1980 an dem Tag, an dem Frank Lehmann mit der rebellischen Berufsnichte Chrissie sowie den beiden Extremkünstlern Karl Schmidt und H. R. Ledigt in eine Wohnung über dem Café Einfall verpflanzt wird, um Erwin Kächeles Familienplanung nicht länger im Weg zu stehen. Österreichische Aktionskünstler, ein Fernsehteam, ein ehemaliger Intimfriseurladen, eine Kettensäge, ein Kontaktbereichsbeamter, eine Kreuzberger Kunstausstellung, der Kampf um die Einkommensoptionen Putzjob und Kuchenverkauf, der Besuch einer Mutter und ein Schwangerschaftssimulator setzen eine Kette von Ereignissen in Gang, die alle ins Verderben reißen.
Außer einen!
Kreuzberg, Anfang der 80er Jahre – das war ein kreativer Urknall, eine surreale Welt aus Künstlern, Hausbesetzern, Freaks, Punks und Alles-frisch-Berlinern. Jeder reibt sich an jedem. Jeder kann ein Held sein. Alles kann das nächste große Ding werden. Kunst ist das Gebot der Stunde und Kunst kann alles sein. Ein Schmelztiegel der selbsterklärten Widerspenstigen, die es auch gerne mal gemütlich haben, ein deutsches Kakanien in Feindesland.“ (Quelle)

Die 80er Jahre. Damals hatte das Berliner Kreuzberg noch einen legendären Ruf. Der Roman soll sehr derbe und bizarr sein. Böse und gleichzeitig lustig. Ich freu mich drauf, in dieser Welt zu versinken.

Informationen zum Buch: Hardcover: 304 Seiten || Verlag: Galiani-Berlin || Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 07.09.2017 || ISBN: 978-3-86971-136-2 || Preis: 22,00 €

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5. Wulf Dorn – Die Kinder

„Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.“ (Quelle)

Hört sich nach einem sehr spannenden Thriller an, also genau das richtige für den Herbst.

Informationen zum Buch: Paperback: 320 Seiten || Verlag: Heyne || Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 04.09.2017 || ISBN: 978-3-453-27094-7 || Preis: 16,99 €

Die Kinder von Wulf Dorn
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Interessiert ihr euch auch für eines der vorgestellten Bücher oder habt ihr ganz andere auf eurer Liste stehen?

Gelesen | Gehört | Gesehen | Entdeckt: KW 34

Gelesen | Gehört | Gesehen | Entdeckt
Was mich diese Woche interessiert und begeistert hat.

Gelesen ||

|| Auch wenn inzwischen schon der dritte Teil der Ferrante Saga erschienen ist, lese ich aktuell noch den zweiten Band DIE GESCHICHTE EINES NEUEN NAMENS um die Freundinnen Lila und Elena. Mich begeistert die Geschichte sehr. Ich mag den Schreibstil der Autorin und wie genau und detailreich sie die Verflechtungen im Rione beschreibt. Beide Hauptcharaktere sind auf ihre Weise besonders und ziehen mich in ihren Bann. Ich freue mich schon auf den dritten Teil und bin gespannt, wie sich das Leben der beiden noch entwickeln wird!

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|| Auf dem Blog „Pink & Green“ geht es um das Thema Politik und warum wir so wenig darüber sprechen.

„Wer sind wir, wenn wir nicht Klamotten kaufen, nicht im Fitnessstudio schwitzen oder Serien schauen?“ Mit diesen Worten hat sie so tief in mein Herz getroffen. Ich selbst versuche seit einiger Zeit verstärkt meine Persönlichkeit weiterzuentwickeln, befasse mich täglich mit dem aktuellen Geschehen auf der Welt und damit auch mit Politik. Allerdings immer nur relativ oberflächlich und nie so weit, dass ich schon mal bei einer öffentlichen Diskussion zu Gast war oder häufig über Politik spreche. Mir wird immer wieder bewusst, wie wenig sich unsere Generation mit diesen Themen beschäftigt, beziehungsweise auch im Freundeskreis darüber gesprochen wird. Denn beim Thema Politik geht es für mich nicht nur darum sich innerhalb der eigenen Blase zu informieren, sondern auch um Zuhören und andere Meinungen gelten zu lassen.

Hier findet ihr den Beitrag Slow Sunday: Wir müssen endlich über Politik sprechen auf dem Blog Pink & Green.

Gehört ||

|| Den #twentysomethingpodcast von Lina Mallon. Ich lese ihren Blog schon sehr lange und finde es toll, wie sie sich weiterentwickelt. Dazu gehört seit einiger Zeit auch dieser Podcast, in dem sie ihre „Twentysomething-Kolumnen“ vertont, sowie etwas über deren Hintergrundgeschichte erzählt. In den Kolumnen geht es um ihren  Alltag als Single in Hamburg. Seit kurzem gibt es auch Folgen, in denen sie einfach ihre Gedanken zu gemischten Themen teilt.

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|| Banners – Half Light

|| NEEDTOBREATHE – Brother (Acoustic)

|| Jennifer Rostock – Alles Cool

Gesehen ||

|| Breaking Bad habe ich schon vor einigen Jahren für mich entdeckt und jetzt auch den Spin Off BETTER CALL SAUL angefangen.  Die erste Staffel habe ich gerade beendet und für mich überzeugt die Serie vor allem durch ihren Hauptdarsteller Bob Odenkirk, der so überzeugend und grandios spielt, dass das Zuschauen schon eine Freude ist. Man lernt die Figur des Saul Goodman nicht als den windigen und moralisch fragwürdigen Anwalt kennen, sondern als erfolglosen Pflichtverteidiger Jimmy McGill, der immer im Schatten seines älteren Bruders steht. Diese Perspektive zeigt keinen schmierigen und vor Selbstbewusstsein strotzenden Typ, sondern einen Menschen, der nach Anerkennung und Liebe sucht. Für mich ist das eine sehr spannende Geschichte und ich bin gespannt, wie Jimmy schlussendlich zu seiner Rolle als Saul Goodman findet. Begeistert bin ich auch, dass die Figur Mike Ehrmantraut näher beleuchtet wird, da ich mir schon immer mehr Informationen über den Hintergrund dieser Figur gewünscht habe. Für mich ist die Serie bisher zwar nicht so fesselnd wie „Breaking Bad“, aber auf jeden Fall sehenswert.

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|| Den Netflix Film OKJA hatte ich bisher gar nicht auf dem Zettel, bis er in einem Youtube Video erwähnt wurde. Er ist großartig besetzt (Tilda Swinton, Jake Gyllenhaal, Lily Collins, Steven Yeun) und mutet zunächst als Film für Kinder an. Allerdings ist dies definitiv nicht der Fall und vor allem die letzte Hälfte des Filmes ist nichts für schwache Nerven und Kinderaugen.

Die Geschichte handelt von dem Mädchen Mija, das gemeinsam mit ihrem Großvater und dem mutierten Riesenschwein Okja in den Bergen Südkoreas aufwächst. Mangels gleichaltriger Spielgefährten ist Okja Mijas beste Freundin. Allerdings gehört das Schwein dem Riesenfleischkonzern Mirando, der Okja nach einer abgelaufenen Zeit zurück nach New York holen will, um sie für Werbezwecke zu nutzen.

Der Film zeigt ein buntes Riesenspektakel mit schrulligen Figuren und neben einer herzerwärmenden Mensch-Tier-Freundschaft die knallharten Bilder der Fleischindustrie und zwar direkt aus einem Schlachtbetrieb. Die Riesenschweine werden in eine Kammer gesperrt, per Kopfschuss getötet und anschließend auf ein Gitter fallen gelassen. Dort wird der Leichnam gehäutet und mit Sägen zerlegt. Auf dem Boden sieht man riesige Blutlachen und man hört beständig das panische Schreien der Tiere. Und so passiert es wirklich. Der Film ist wirklich schonungslos, was diese Szenen angeht. Es wird unter anderem auch die brutale Besteigung der jungen Okja durch ein männliches Riesenschwein gezeigt, was einer Vergewaltigung gleichkommt. Und obwohl der Film definitiv seine lustigen Momente hat, verbreitet er eine zarte Botschaft. Da ich mich schon lange vegetarisch und seit einiger Zeit auch rein pflanzlich ernähre, kannte ich solche Bilder bereits aus Videos von Tierschutzorganisationen. Meinen Freund hat der Film deshalb noch stärker mitgenommen und sogar dazu geführt, dass er seinen Fleischkonsum bedenkt.

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Entdeckt ||

|| Seit gut einem halben Jahr praktiziere ich so oft ich kann Yoga. Ich tauche immer mehr in die Materie ein und rolle auch zuhause häufig die Matte aus. Aktuell noch auf einer relativ günstigen Matte, die zwar ihren Zweck erfüllt, mir aber vor allem wenig Grip bietet, so dass ich gerade beim herabschauenden Hund rutsche. Nach intensiver Recherche konnte ich mich auf zwei Matten beschränken, die für meine Zwecke wohl die am besten geeignet sind.

Entweder die JadeYoga Harmony Mat 

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oder die Manduka eKO 

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Leider recht kostspielig, aber ich möchte ja auch mehrere Jahre etwas davon haben und mich vor allem auf der Matte wohl fühlen. Mal schauen, welche es schlussendlich wird.

Ich freu mich, von euren Erfahrungen oder Empfehlungen zu hören.

Gelesen: Das Café am Rande der Welt – John Strelecky

Als ich am Strand lag und das dünne Büchlein in die Hand nahm, war ich entspannt und bereit mich auf die philosophisch angehauchte Geschichte einzulassen, von der ich schon so viel Gutes gehört hatte.

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Handlung:

Der Protagonist John ist ein erfolgreicher Manager, der sich mit seinem Auto verfährt und schließlich in einem kleinen, abgelegenen Café landet. Dort fallen ihm drei Fragen auf der Speisekarte auf:

Warum bist du hier?
Hast du Angst vor dem Tod?
Führst du ein erfülltes Leben?

Diese Fragen verunsichern John und bringen ihn dazu, über verschiedene Dinge nachzudenken. Er lernt in dem Café drei Menschen kennen, die ihm mit simplen Geschichten dabei helfen, zu erkennen, was im Leben wirklich wichtig ist. Ein Beispiel ist die Erzählung eines alten Fischers, der nicht versteht, warum er eine Tätigkeit ausüben soll, die ihm nicht gefällt um im Alter viel Geld zu haben, wenn er doch auch jetzt schon in einfachen Verhältnissen glücklich ist.

„Warum verbringen soviel Zeit damit, uns auf den Zeitpunkt vorzubereiten, an dem wir tun können, was wir möchten, anstatt es einfach sofort zu tun?“

Johns Einstellung zum Leben verändert sich und am Ende kann er die drei Fragen für sich beantworten.

Thematik:

Ja, es geht um die Frage nach dem Sinn des Lebens, aber dieser sieht natürlich für jeden Menschen etwas anders aus. Grundsätzlich liegt der Sinn des Buches darin, den Menschen aufzuzeigen, dass allein materieller Besitz nicht glücklich macht. Viele von uns gehen einkaufen, wenn sie traurig sind und kaufen sich schöne Dinge um eine Lücke zu füllen. Wir arbeiten viel und geben das erarbeitete Geld mit vollen Händen aus um die mangelnde Freizeit zu rechtfertigen. Konsum statt Leben.aber durch diese Rastlosigkeit fühlen wir uns nie richtig glücklich. Zumindest geht es mir so.

Fazit:

Dieses Buch führt nicht zu Erleuchtung oder dazu, dass man plötzlich ganz genau weiß, wohin man mit seinem Leben will. Aber dieses Buch kann einem dabei helfen, sich selbst die richtigen Fragen zu stellen. Es ist einfach geschrieben, wodurch alle Gedankengänge immer gut nachvollziehbar sind. Besonders schön fand ich die Geschichte der grünen Meeresschildkröte. Diese schwimmt nie gegen die Wellen an, sondern lässt sich einfach von ihnen treiben. Bei abfließenden Wellen bringt sie sich dann mit minimaler Kraftanstrengung weit voran, ohne zu erschöpfen.
Im Alltag und der Arbeitswelt tun wir häufig das Gegenteil. Wir strampeln gegen die Flut an und versuchen mit aller Kraft eine Lösung für festgefahrene Situationen zu finden. Irgendwann sind wir dann wie blockiert und müssen erschöpft kapitulieren. Sind wir aber entspannt und lassen uns einfach treiben, ohne krampfhaft das Problem anzugehen, kommt die Lösung meist von ganz allein.

Veränderungen muss jeder für sich selbst umsetzen, aber der Gedanke, dass man Erfolg hat, wenn man eine Sache liebt, den verfolge ich schon eine Weile und er wurde durch dieses Buch nur verstärkt.

Ich empfehle diese Erzählung also uneingeschränkt jedem, denn wenn man sich auf die Gedanken einlässt, regt die Geschichte dazu an, das eigene Leben neu zu hinterfragen.

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Buchneuerscheinungen – August 2017

Hier in Hamburg gab es bisher keinen wirklichen Sommer. Anstatt an den Wochenenden Grillpartys zu feiern und auf Open Airs zu tanzen, sitze ich eher mit einem Tee zuhause und lese ein gutes Buch oder versinke in neuen Serien. Totaler Herbst Blues leider… Hier also potenzielles neues Lesefutter, wenn dann der richtige Herbst kommt!

1. Elena Ferrante – Die Geschichte der getrennten Wege

„Es sind die turbulenten siebziger Jahre und die beiden inzwischen erwachsene Frauen. Lila ist Mutter geworden und hat sich befreit und alles hingeworfen – den Wohlstand, ihre Ehe, ihren neuen Namen – und arbeitet unter entwürdigenden Bedingungen in einer Fabrik. Elena hat ihr altes neapolitanisches Viertel hinter sich gelassen, das Studium beendet und ihren ersten Roman veröffentlicht. Als sie in eine angesehene norditalienische Familie einheiratet und ihrerseits ein Kind bekommt, hält sie ihren gesellschaftlichen Aufstieg für vollendet. Doch schon bald muss sie feststellen, dass sie ständig an Grenzen gerät.“(Quelle)

Nachdem ich Teil 2 der Ferrante Saga hoffentlich bald lesen werde, muss natürlich auch der dritte Teil schnell her. Leider erst ab Ende August erhältlich, aber bis dahin habe ich es hoffentlich auch geschafft, den zweiten Teil zu lesen…

Informationen zum Buch: Hardcover: 540 Seiten || Verlag: Suhrkamp || Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 28.08.2017 || ISBN: 978-3-518-42575-6 || Preis: 24,00 €

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2. Leila Slimani – Dann schlaf auch du

„Sie wollen das perfekte Paar sein, Kinder und Beruf unter einen Hut bringen, alles irgendwie richtig machen. Und sie finden die ideale Nanny, die ihnen das alles erst möglich macht. Doch wie gut kann man einen fremden Menschen kennen? Und wie sehr kann man ihm vertrauen?

Sie haben Glück gehabt, denken sich Myriam und Paul, als sie Louise einstellen – eine Nanny wie aus dem Bilderbuch, die auf ihre beiden kleinen Kinder aufpasst, in der schönen Pariser Altbauwohnung im 10. Arrondissement. Wie mit unsichtbaren Fäden hält Louise die Familie zusammen, ebenso unbemerkt wie mächtig. In wenigen Wochen schon ist sie unentbehrlich geworden. Myriam und Paul ahnen nichts von den Abgründen und von der Verletzlichkeit der Frau, der sie das Kostbarste anvertrauen, das sie besitzen. Von der tiefen Einsamkeit, in der sich die fünfzigjährige Frau zu verlieren droht. Bis eines Tages die Tragödie über die kleine Familie hereinbricht. Ebenso unaufhaltsam wie schrecklich.“ (Quelle)

Ein echter Psychothriller, bei dem ich jetzt schon weiß, dass mich die Geschichte nicht loslassen wird. Die Autorin wurde für den Roman schon mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet und ich bin gespannt, was mich stilistisch erwartet.

Informationen zum Buch: Gebundene Ausgabe: 224 Seiten || Verlag: Luchterhand Literaturverlag || Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 21.08.2017 || ISBN: 978-3-630-87554-5|| Preis: 20,00 €

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3. Sabine Kornbichler – Das böse Kind

„Eine junge Frau gerät scheinbar aus dem Nichts in Panik, rennt vor ein Auto und stirbt – ein tragisches Unglück, und doch kommt Nachlassverwalterin Kristina Mahlo der Fall seltsam vor. Was kann die freie Lektorin von einem Moment auf den anderen so sehr in Schrecken versetzt haben? Im Nachlass der Toten entdeckt Kristina Hinweise auf ein Ereignis, das jede Sekunde im Leben der jungen Frau bestimmt hatte. Und auf einen erbarmungslosen Täter, der allgegenwärtig scheint.“ (Quelle)

Ich  muss sagen, dass mich bei diesem Buch vor allem das Cover angesprochen hat. Ich habe mir daraufhin die Beschreibung durchgelesen und denke, dass eine interessante und spannende Geschichte hinter diesem Werk stecken kann.

Informationen zum Buch: Broschur: 384 Seiten || Verlag: Piper Verlag|| Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 02.08.2017 || ISBN: 978-3-492-31065-9 || Preis: 9,99 €

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4. Lize Spit – Und es schmilzt

„Ein Buch, das alles gibt und alles verlangt.
Mit geschlossenen Augen hätte Eva damals den Weg zu Pims Bauernhof radeln können. Sie könnte es heute noch, obwohl sie viele Jahre nicht in Bovenmeer gewesen ist. Hier wurde sie zwischen Rapsfeldern und Pferdekoppeln erwachsen. Hier liegt auch die Wurzel all ihrer aufgestauten Traurigkeit.
Dreizehn Jahre nach dem Sommer, an den sie nie wieder zu denken wagte, kehrt Eva zurück in ihr Dorf – mit einem großen Eisblock im Kofferraum.“ (Quelle)

Über dieses Buch existieren schon wahnsinnig viele positive Stimmen, was meine Erwartungen natürlich hochtreibt. Ein Meisterwerk, das ganz für sich allein stehen soll und den Preis des niederländischen Buchhandels für den besten Roman des Jahres erhalten hat. Ein Buch, über das man reden will und dass den Leser nicht mehr loslässt. Klingt für mich alles danach, als müsste man diesen Roman noch in 2017 lesen.

Informationen zum Buch: Hardcover: 512 Seiten || Verlag: S. Fischer Verlage || Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 24.08.2017 || ISBN: 978-3-10-397282-5 || Preis: 22,00 €

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5. Karin Slaughter – Die gute Tochter

Lauf!, fleht ihre große Schwester Samantha. Mit vorgehaltener Waffe treiben zwei maskierte Männer Charlotte und sie an den Waldrand. „Lauf weg!“ Und Charlie läuft. An diesem Tag. Und danach ihr ganzes Leben. Sie ist getrieben von den Erinnerungen an jene grauenvolle Attacke in ihrer Kindheit. Die blutigen Knochen ihrer erschossenen Mutter. Die Todesangst ihrer Schwester. Das Keuchen ihres Verfolgers.
Als Töchter eines berüchtigten Anwalts waren sie stets die Verstoßenen, die Gehetzten. 28 Jahre später ist Charlie selbst erfolgreiche Anwältin. Als sie Zeugin einer weiteren brutalen Bluttat wird, holt ihre Geschichte sie ganz ungeahnt ein.“ (Quelle)

Thriller von Karin Slaughter versprechen Spannung und dieser hier klingt besonders packend!

Informationen zum Buch: Gebundene Ausgabe: 560 Seiten || Verlag: Harper Collins || Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 07.08.2017 || ISBN: 978-3-959-67110-1|| Preis: 19,99 €

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Interessiert ihr euch auch für eines der vorgestellten Bücher oder habt ihr ganz andere auf eurer Liste stehen?

Ein Kommentar zum G20 Gipfel

Am 07. und 08. Juli wird der diesjährige G20 Gipfel in Hamburg stattfinden. Als Bewohner der Hansestadt ist man eher wenig begeistert von dem Gedanken, dass hier die wichtigsten Innenstadt Zonen gesperrt sind. Schon die ganze Woche bemerkt man eine starke Polizeipräsenz an den meisten Bahnhöfen und natürlich im Herzen von Hamburg. Es werden Einschränkungen im alltäglichen Leben befürchtet und zusätzlich herrscht die Angst vor Straßenschlachten.
Natürlich sind das alles legitime Sorgen und sicherlich werden sich die nächsten Tage für viele Hamburger wie eine Zumutung anfühlen, aber man sollte dabei nicht vergessen, was der eigentliche Sinn dieses Gipfels ist. Die einflussreichsten Politiker der Welt werden sich verstärkt den globalen Fragen unserer Zeit widmen. Dazu gehören neben Finanz- und Wirtschaftsfragen natürlich auch Fragen zum Klimaschutz und zu sozialer Gerechtigkeit.

Wie ist darauf zu reagieren, dass sich in der Stadt einige Politiker versammeln, die Menschenrechte mit Füßen treten, die Pressefreiheit in Frage stellen und den Klimawandel leugnen? Gegen diese Politik ein Zeichen setzen zu wollen ist wichtig. Aber es sollte das richtige sein.

Ja! Die Globalisierung ist kritisch zu betrachten.

Ja! Die Legitimität und die Rolle der G20 kann in Frage gestellt werden.

Ja! Man sollte sich über die Politik von Trump, Putin und Erdogan empören.

Aber! Wir müssen uns damit auf verschiedene Weise auseinandersetzen und ohne Gewalt für das einstehen, was uns wichtig ist.
Hamburg sollte sich von einer Seite zeigen, die bunt, vielfältig und friedlich ist. Mit Protesten, die jede Art von Gewalt ablehnen und für eine gerechte Weltwirtschaftsordnung stehen.
Und am besten nicht nur jetzt, wo wir vor unserer Haustür damit konfrontiert werden, sondern auch zukünftig.

Denn wir besitzen die Freiheit, auf die Straße gehen zu können um Dinge einzufordern.
Demokratie ist unser Grundrecht und sollte nicht zum Ausnahmezustand werden.

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Buchneuerscheinungen – Juli 2017

Und zack, schon wieder ein halbes Jahr rum. Kommt es nur mir so vor, oder scheint die Zeit schneller zu vergehen, je älter man wird? Wie schön war es, als einem die sechs Wochen Sommerferien noch wie eine halbe Ewigkeit vorkamen… Jetzt also schon wieder Neuerscheinungen, diesmal aber für den Juli.

1. Zoë Beck – Die Lieferantin 

Dieses Buch habe ich schon letzten Monat vorgestellt. Leider hat sich das Erscheinungsdatum verschoben, nachdem ich den Post fertig hatte.

Hier findet ihr alle Informationen.

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2. Andrew Kaufmann – Geborene Freaks

„Die Freaks waren immer schon ein bisschen merkwürdig, aber niemand ahnt, dass sie von ihrer eigenen Großmutter verflucht wurden. Eigentlich hatte Oma nur vorgehabt, jedem ihrer Enkelkinder bei der Geburt eine spezielle Gabe mit auf den Weg zu geben. Diese »Geschenke« ihrer Großmutter stellen sich jedoch bald als Flüche heraus, die das Leben der jungen Freaks ruinieren. Als Großmutter im Sterben liegt, hat sie einen letzten Wunsch: Ihre Enkelin Angie soll ihr helfen, alle Geschwister in ihrem Krankenhauszimmer zu versammeln, um das Geheimnis um die gutgemeinten Flüche zu lüften …“ (Quelle)

Eine total verrückte Geschichte mit tollen Ideen und dem ein oder anderen Schmunzler erhoffe ich mir von diesem Buch. Ich mag Geschichten, die abseits der Norm stehen und hoffentlich unerwartete Situationen haben.

Informationen zum Buch: Taschenbuch: 320 Seiten || Verlag: btb || Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 10.07.2017 || ISBN: 978-3-442-71527-5 || Preis: 10,00 €

Geborene Freaks von Andrew Kaufman
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3. Omar El Akkad – American War 

„American War – das Buch der Stunde. Ein Roman über den nächsten amerikanischen Bürgerkrieg und das dramatische Schicksal einer Familie. Was wird sein, wenn die erschütternde Realität der Gegenwart – Drohnenangriffe, Folter, Selbstmordattentate und die Folgen von Umweltkatastrophen – mit aller Gewalt in die USA zurückkehrt? Vor diesem Hintergrund entfaltet Omar El Akkad mit großer erzählerischer Kraft den dramatischen Kampf der jungen Sarat Chestnut, die beschließt, mit allen Mitteln für das Überleben zu kämpfen. »American War« ist in den USA ein literarisches Ereignis, das schon jetzt mit Cormac McCarthy »Die Straße« und Philip Roth »Verschwörung gegen Amerika« verglichen wird.“ (Quelle)

Wow, ein gewaltiges Buch, das hochaktuelle Themen behandelt. Eine dystopischer Roman, mit einer Zukunft, die nicht weit entfernt scheint. Ich denke nach Lesen dieses Buches wird man erschüttert sein und über viele Dinge nachdenken.Es klingt fast wie eine Mischung aus „The Circle“ und „The Hungergames“. Ich bin mir sicher, dass der Platz auf der Bestseller Liste gesichert ist.

Informationen zum Buch: Hardcover: 448 Seiten || Verlag: S. Fischer || Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 27.07.2017 || ISBN: 978-3-10-397319-8 ||          Preis: 24,00 €

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4. Karen Dionne – Die Moortochter 

„Helena Pelletier lebt in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Helena hatte daraufhin für seine Festnahme gesorgt, und seit Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist und dass er sich im Moor versteckt. Nur Helena hat die Fähigkeiten, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen …“ (Quelle)

Ein spannender Psychothriller muss dabei sein und dieser hier klingt besonders gut. Eine Geschichte, bei der man nicht aufhören kann zu lesen, weil man wissen will, was auf der nächsten Seite lauert!

Informationen zum Buch: Paperback: 384 Seiten || Verlag: Goldmann || Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 24.07.2017 || ISBN: 978-3-442-20535-6 || Preis: 12,99 €

Die Moortochter von Karen Dionne
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5. Tim Winton – Insel Leben

„Bei Tim Winton ist die Natur Australiens allgegenwärtig, und hier erzählt er, wie diese enge Beziehung entstanden ist, wie sehr sie seine Gedanken, sein Schreiben und sein Leben prägt. Sein beeindruckendes, poetisches und intensives Buch ist auch ein Plädoyer für Achtsamkeit, für einen neuen Dialog mit der Natur. Er ist auf Berge geklettert, hat in der Wüste gecampt, am Ningaloo Reef getaucht, ist auf den Wellen rund um seine Insel gesurft, und er hat dabei den Rhythmus, die Gefahren, das eigenständige Wesen der Natur erfahren. Denn trotz aller Konflikte zwischen Wildnis und menschlicher Zivilisation, trotz Umweltzerstörung und Klimawandel: Die Natur ist auch ohne den Menschen da. Tim Winton erzählt davon, wie gut es tun kann, sich bewusst zu machen, dass es immer etwas geben wird, das älter, größer, reicher und komplexer ist als wir, die Menschen; und er berichtet von der Gedankenwelt und dem Erfahrungsschatz der Aborigines, ihrem ganz eigenen Verhältnis zur natürlichen Welt.“ (Quelle)

Ich war leider noch nie in Australien, aber dieser Kontinent reizt mich sehr. Die Natur dort muss unglaublich sein und das Lebensgefühl frei und unbeschwert. Aber das hier ist nicht einfach eine Geschichte über die Schönheit Australiens, es geht um die Schönheit dieser Erde. Wir Menschen aus der westlichen Welt missbrauchen und zerstören sie für unsere Zwecke. Wann haben wir verlernt, im Einklang mit der Natur zu leben? Das ist ein Thema, was mich persönlich sehr bewegt und ich freue mich immer über neue Ansätze und Blickwinkel zu diesem Thema.

Informationen zum Buch: Paperback: 224 Seiten || Verlag: Luchterhand Literaturverlag || Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 24.07.2017 || ISBN: 978-3-630-87547-7||          Preis: 16,00 €

Inselleben von Tim Winton
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Interessiert ihr euch auch für eines der vorgestellten Bücher oder habt ihr ganz andere auf eurer Liste stehen?

Gelesen: The Girls – Emma Cline

Als erstes fiel mir in der Buchhandlung das Cover auf. Ich las den Klappentext und dachte, die Geschichte würde vom Hippieflair der 60er und einer komplizierten Mädchenfreundschaft handeln. Von einem jugendlichen Ausbruch und dem Erwachsenenwerden. Ich war interessiert, aber nicht überzeugt. Dann las ich irgendwo von einem neuen Buch, welches die Manson Family thematisiert und ich stellte eine Verbindung her. Somit wurde das Buch gekauft und lag dann ewig auf meinem Stapel ungelesener Bücher, viel zu lange.

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Handlung
Als inzwischen erwachsene Frau erzählt die Protagonistin Evie rückblickend von ihren Erlebnissen aus dem Jahr 1969. Zu dieser Zeit ist Evie unglücklich mit sich selbst und ihrem Leben. Sie empfindet sich als durchschnittlich und sehnt sich danach, besonders zu sein. Zudem erhält sie von ihren geschiedenen Eltern kaum Aufmerksamkeit, denn die sind mit ihren eigenen Leben beschäftigt. Als Evie dann auf eine Gruppe junger Frauen trifft, die sie mit ihrer wilden und rätselhaften Art in den Bann schlagen, schließt sie sich dieser Gruppe an.
In einer sektenartigen Gemeinschaft leben die jungen Frauen auf einer verwilderten Ranch. Angeführt werden sie von dem charismatischen Russel, der wie ein Guru das Zentrum der Gruppe bildet und von den Frauen regelrecht umkreist wird. Evie ist fasziniert von der Ranch, einem Ort mit anderen Regeln, viel Sex, Drogen und einem Gefühl von Freiheit. Sie gibt sich diesem Gefühl hin und bemerkt erst viel zu spät, dass diese Gruppe wie ein Strudel ist, durch den sie sich immer weiter von der Realität entfernt und in einen Abgrund hineingezogen wird.

Thematik
Wie bereits angedeutet, ist die Geschichte an die Manson Family angelehnt. Dies war eine sektenartige Gruppierung, rund um den Kommunengründer Charles Manson.
Manson hat seine vorrangig weiblichen Anhänger dazu gebracht, mehrere unschuldige Menschen grausam umzubringen. Er war ein Rassist, der manisch eine neue Weltordnung herbeiführen wollte und dafür junge Frauen zu Mörderinnen machte.
Der Schwerpunkt von „The Girls“ liegt allerdings nicht auf Manson, alias Russel oder den Gräueltaten, die die Gruppe begangen hat. Vielmehr geht es um die Frage, was junge Mädchen dazu bringt, sich einer sektenartigen Gemeinschaft anzuschließen.
Zentraler Charakter neben Evie ist Russels größte Anhängerin Suzanne, eine fanatische junge Frau, die für Russel nicht einmal vor Mord zurückschreckt. Evie ist regelrecht auf Suzanne geprägt und sieht in ihr eine Art Vorbild. Eine Frau, die sich einem Mann wie Russel regelrecht unterwirft und sich von ihm in jeder Hinsicht benutzen lässt.

Das Buch liefert keine genauen Antworten, aber es zeigt, welche Macht die Verführung und das Versprechen von Freiheit hat. Es scheint fast, als würde die Gruppe in einer Parallelwelt leben und alles, was einen in der normalen Welt quält, scheint hier bedeutungslos.
Nach dem Ende der Geschichte bleibt ein leichtes Unwohlsein bei dem Gedanken, wie leicht Menschen zu manipulieren sind. Wie leicht sie vom rechten Weg abkommen, die Kontrolle abgeben und sich vollkommen hingeben, ohne weiter nachzufragen.

Fazit
„The Girls“ zu lesen, war wie ein Rausch. Ich war sofort gefangen, von der bildreichen Sprache, die Emma Cline erschaffen hat. Nicht alle mögen Clines Schreibstil und finden ihn teilweise übertrieben. Ich persönlich war jedoch begeistert von der blumigen Sprache und dem Genuss, der sich dadurch beim Lesen einstellte.

„Die Sonne stach durch die Bäume wie immer – verschlafene Weiden, der über die Picknickdecken fahrende heiße Wind – aber die Vertrautheit des Tages wurde gestört von der Bahn, die die Mädchen durch die normale Welt zogen. Geschmeidig und gedankenlos wie durch das Wasser gleitende Haie.“

(Emma Cline, The Girls, S.8)

Auch die Geschichte konnte mich fesseln, vor allem da sie in Rückblicken erzählt wird und Evie als Erwachsene die damaligen Geschehnisse immer noch aufarbeitet.
Mit „The Girls“ wurde ein vielschichtiges psychologisches Drama über die Abgründe unserer Gesellschaft geschrieben. Neben den Problemen des Erwachsenwerdens geht es um die leichte Beeinflussbarkeit von Menschen. Es ist erschreckend, wie einfach die Verführung stattfindet, wenn Menschen unsicher und enttäuscht von ihrem Leben sind.
Für mich ist „The Girls“ ein sehr lesenswertes Buch, über das ich noch lange nachgedacht habe.

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Bildquelle: Eigene

Informationen zum Buch: Gebundene Ausgabe: 352 Seiten || Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG  (25. Juli 2016) || ISBN: 978-3-446-25268-4 || Preis: 22,00 €

 

Buchneuerscheinungen – Juni 2017

Der Sommer ist da und für mich geht es schon bald in den wohlverdienten Urlaub. Zuvor habe ich aber ein Bisschen in den Neuerscheinungen für den Juni gestöbert und fünf Bücher herausgepickt.

1. Zoë Beck – Die Lieferantin 

„London, in einer nicht wirklich fernen Zukunft: Ein Drogenhändler treibt tot in der Themse, ein Schutzgelderpresser verschwindet spurlos. Ellie Johnson weiß, dass auch sie in Gefahr ist – sie leitet das heißeste Start-up Londons und zugleich das illegalste: Über ihre App bestellt man Drogen in höchster Qualität, und sie werden von Drohnen geliefert. Anonym, sicher, perfekt organisiert.
Die Sache hat nur einen Haken – die gesamte Londoner Unterwelt fühlt sich von ihrem Geschäftsmodell bedroht und will ›Die Lieferantin‹ tot sehen. Ein Kopfgeld wird auf sie ausgesetzt. Ellie beschließt zu kämpfen – ihre Gegner sind mächtig, und sie lauern an jeder Straßenecke.“ (Quelle)

Das klingt hochspannend und zudem sehr aktuell. Außerdem schreibt Zoë Beck einfach fabelhafte Krimis!

Informationen zum Buch: Paperback: 326 Seiten || Verlag: suhrkamp Taschenbuch|| Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 08.06.2017 || ISBN: 978-3-518-46775-6|| Preis: 14,95€

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2. Seth Dickinson- Die Verräterin: Das Imperium der Masken

„Seth Dickinson ist der provokativste und aufregendste Fantasy-Autor der letzten Jahre. Mit ›Die Verräterin‹ hat er den ersten Roman einer brisanten Fantasy-Trilogie vorgelegt, in der es um die großen Fragen nach Freiheit, Gerechtigkeit, Selbstverwirklichung und Rache geht.
Baru Kormoran ist eine junge und hochbegabte Frau, die miterleben muss, wie das Imperium der Masken ihre Heimat Taranoke erobert, ohne einen Tropfen Blut zu vergießen: Der übermächtigen Handelsflotte hat die abgelegene Insel nichts entgegenzusetzen. Anstatt aufzubegehren, lässt Baru sich von den Imperialen anwerben und steigt rasch selbst zu einer Machtposition auf. Ihr Ziel: das Imperium von innen heraus zu zerstören.
Von ihren neuen Herren in die Kolonie Aurdwynn versetzt, bekommt sie es alsbald mit einer ganzen Reihe rebellischer Herzogtümer zu tun. Im Kampf um Macht und Freiheit findet sie sich zwischen den Fronten wieder und muss sich fragen, wo sie steht – aufseiten der Rebellion oder des Imperiums. Baru fällt eine Entscheidung, deren Tragweite sie nicht einmal selbst zu ahnen vermag …“ (Quelle)

Ich habe gelesen, dass der Auftakt dieser Reihe ein würdiger Nachfolger von Game of Thrones sein kann. Dann muss es ja gut sein…

Informationen zum Buch: Paperback: 560 Seiten || Verlag: FISCHER Tor|| Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 22.06.2017 || ISBN: 78-3-596-29672-9 ||     Preis: 16,99€

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3. Johann Hari – Drogen: Die Geschichte eines langen Krieges

„Johann Hari begibt sich in seinem Buch ›Drogen: Die Geschichte eines langen Krieges‹ auf eine Reise – von Brooklyn über Mexiko bis nach Deutschland – und erzählt dabei die Geschichten derjenigen, deren Leben vom Kampf mit Drogen geprägt ist: Dealern, Süchtigen, Kartellmitgliedern – den Verlierern und Profiteuren. Der Kampf gegen Drogen gilt inzwischen als gescheitert, der Handel ist immer noch ein blühendes Geschäft, alle Maßnahmen gegen den Konsum sind erfolglos. Hari versucht mit dem Wissen um die scheinbare Aussichtslosigkeit die folgenden Fragen zu beantworten: Woran liegt das? Was macht Drogen in all ihren Aspekten so erfolgreich? Seine einzigartige literarische Reportage ist eine Geschichte des Krieges gegen Drogen sowie ein mitreißendes und streitbares Plädoyer zum Umdenken.“ (Quelle)

Und noch ein Exemplar aus dem Fischer Verlag. Seit ich mich im Studium aus betriebswirtschaftlicher Sicht mit dem Drogenhandel beschäftigt habe, bin ich von diesem Thema regelrecht besessen. Der Handel mit Drogen macht einige Menschen sehr reich und zerstört das Leben vieler anderer. Der Krieg lässt nicht nach und die Regierungen kommen nicht gegen die Kartelle an. Ich bewundere die Journalisten, die es trotzdem wagen, solche Bücher und Artikel zu schreiben.

Informationen zum Buch: Taschenbuch: 448 Seiten || Verlag: FISCHER Taschenbuch || Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 22.06.2017 || ISBN: 978-3-596-03419-2 || Preis: 12,99€

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4. Don Winslow – Corruption

„In den Straßenschluchten von New York lässt der internationale Star-Autor Don Winslow ein alptraumhaft realistisches Szenario von Drogen, Menschenhandel, Mord entstehen. Er zeichnet die todbringende Allianz von staatlichen Stellen und organisiertem Verbrechen: Sie sehen sich als Elitetruppe der Polizei, eine verschworene Einheit, ausgestattet mit weitreichenden technischen und rechtlichen Möglichkeiten. Gemeinsam sollen sie für Ruhe und Ordnung in ihrem Revier sorgen, dem nördlichen Manhattan. Und genau das tun sie. Hier gelten ihre Spielregeln, hier geschieht nichts ohne ihr Wissen. Doch die Truppe ist extremem Stress ebenso ausgesetzt wie extremen Risiken … und extremen Verlockungen … “ (Quelle)

Nochmal organisiertes Verbrechen, aber diesmal in Form eines Kriminalromans, geschrieben aus der Sicht eines korrupten Polizisten. Steven King und Lee Child sind schon begeistert und bescheinigen dem Buch das Potenzial, zum bisher besten Polizeiroman zu werden. Das ist eigentlich schon Grund genug, dieses Buch zu lesen, finde ich!

Informationen zum Buch: Hardcover: 544 Seiten || Verlag: Droemer HC || Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 20.06.2017 || ISBN: 978-3-426-28168-0 || Preis: 22,99€

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5. Carina Bartsch – Nachtblumen

„Auf jede Nacht folgt ein Tag Das Leben könnte so einfach sein. Wäre es manchmal nicht so verdammt schwer. Jana schläft am liebsten unter dem Bett. Collin friert gerne. Jana wünscht sich vertraute Menschen um sich herum. Collin möchte mit anderen Leuten nichts zu tun haben. Auf Sylt begegnen sich die beiden in einem Wohnprojekt und leben für die nächsten zwei Jahre Zimmer an Zimmer. Da ist eine Mauer, die sie trennt. Und eine Tür, die sie verbindet. Nach den Bestsellern «Kirschroter Sommer» und «Türkisgrüner Winter» erzählt Carina Bartsch hier eine sehr berührende Liebesgeschichte zwischen zwei Außenseitern: gefühlvoll, authentisch, atmosphärisch.“ (Quelle)

Das Cover hat mich zuerst gepackt. Die Geschichte klingt sehr romantisch und gleichzeitig nachdenklich. Für mich sind solche Bücher eine tolle Sommerlektüre.

Informationen zum Buch: Taschenbuch: 544 Seiten || Verlag: Rowohlt Taschenbuch || Voraussichtliches Erscheinungsdatum: 23.06.2017 || ISBN: 978-3499291081 || Preis: 9,99€

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Interessiert ihr euch auch für eines der vorgestellten Bücher oder habt ihr ganz andere auf eurer Liste stehen?